Der Stoff, aus dem Tradition ist

Stolz präsentieren die Teilnehmerinnen des Trachten-Nähkurses ihre selbst genähten Dirndl. Angelika Reindl (Dritte von links) hatte den Kurs organisiert, den der OWV Pleystein mit seiner Vorsitzenden Maria Reber (Fünfte von links) durchführte. Leiterin war Edeltraud Wild (Achte von links). Schneidermeister und Innungs-Obermeister Erich Pflaum lobte die Arbeiten der Frauen. Bild: bey
Lokales
Pleystein
23.01.2015
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Im September startete der Dirndl-Nähkurs des Oberpfälzer Waldvereins Pleystein. Am Mittwochabend stellten die neun Teilnehmerinnen im Café Enslein ihre Werke vor.

OWV-Vorsitzende Maria Reber sah es als Anregung für die "normal gekleideten" Besucherinnen der Präsentation, ebenfalls ein Dirndl nähen zu wollen. Edeltraud Wild, Mitarbeiterin des Bezirks Oberpfalz, hatte den Kurs geleitet und für die Pleysteinerinnen die wichtigsten Vorarbeiten für die Herstellung dieses landestypischen Kleidungsstücks geleistet.

Echte Handarbeit

An drei Samstagen, insgesamt 25 Stunden, trafen sich die Frauen in der Zottbachtalschule, um unter Anleitung von Wild die Dirndl anzufertigen. Zwischen den Treffen hatten die Näherinnen immer zwei Wochen Zeit, um zu Hause an der Maschine zu arbeiten oder mit Faden und Nähnadel zu arbeiten. Wild hatte vorher bei den Teilnehmerinnen Maß genommen. Anschließend kauften die Damen in einem Spezialgeschäft in Regensburg den notwendigen Stoff. Kurs-Organisatorin Angelika Reindl und Wild stellten nun im Café Enslein die Trachten vor. So hörten die Näherinnen in spe, dass der Schnitt der Dirndl identisch war und dass sie ein typisches Münchner Mieder hatten.

Die Trachten waren mit und ohne Borte genäht und unterschieden sich eventuell in der Stoffart. Genähte oder gestickte Verzierungen trugen zur Verschönerung bei. Aber alle hatten etwas gemeinsam: Sie sind ein Kleidungsstück für viele Jahre.

Schneidermeister und Innungs-Obermeister Erich Pflaum erinnerte an lang zurückliegende Zeiten, in den sich die Frauen bei der Firma Drabsch das Geld verdienten. Der Lohn als Schneiderin sei jedoch so gering gewesen, dass viele den Beruf wechselten.

Sehr bequem zu tragen

"Die Teilnehmerinnen des Kurses können stolz auf ihr Dirndl sein", sagte Pflaum. Gerade bei Festen sei dieses Kleidungsstück sehr bequem zu tragen.
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