Die Unschuld verloren

Lokales
Pleystein
17.10.2014
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Die Stadt ist klamm und muss sparen. Eine deutliche Warnung hat die Regierung der Oberpfalz ausgesprochen. Nun sind Kinder und Hunde-Besitzer die ersten Betroffenen.

Die Einwohner bekommen die Folgen der Haushaltskonsolidierung der Gemeinde zu spüren. Am Dienstagabend beschloss der Stadtrat die Erhöhung der Hundesteuer und neue Gebühren für die Mittagsbetreuung an der Grund- und Mittelschule Zottbachtal. Bürgermeister Rainer Rewitzer kündigte an, in den nächsten Stadtratssitzungen über weitere Abgabenänderungen zu entscheiden. Damit gebe der Ort ein deutliches Signal gegenüber der Regierung der Oberpfalz zur Bereitschaft an Einsparungen mitzuarbeiten.

Dass aber mit diesen beschlossenen und noch folgenden Gebührensteigerungen eine endgültige Gesundung des Haushalts nicht möglich ist, habe er bereits Regierungsvizepräsident Walter Jonas erklärt, sagte das Stadtoberhaupt.

Alles auf den Prüfstand

Ebenfalls kündigte Rewitzer an, alle freiwilligen Leistungen der Stadt, "auch wenn es nur um ein paar Euro geht", auf den Prüfstand zu stellen. Die grundsätzliche Entscheidung für die Verteuerungen hatte das Gremium bereits in der Sitzung am 9. September 2014 hinter verschlossenen Türen getroffen.

Die Hundesteuer hat bisher für das erste Zamperl 35 Euro betragen und wird ab 1. Januar 2015 auf 45 Euro erhöht. Für jeden weiteren Vierbeiner müssen 50 Euro bezahlt werden (bisher 40 Euro), ein Kampfhund kostet 450 Euro. Stadtrat Helmut Rewitzer nannte die Erhöhung einen "symbolischen Akt" im Rahmen der Konsolidierung.

Zweite Bürgermeisterin Andrea Lang verteidigte den Anstieg der Hundesteuer, weil sonst die Stabilisierungshilfe des Freistaats gefährdet würde. Mit 10:2 Stimmen akzeptierte der Stadtrat die neue Abgabe.

Ebenfalls angehoben werden die Gebühren für die Inanspruchnahme der Mittagsbetreuung an der Grund- und Mittelschule Zottbachtal-Pleystein. Nachdem das Schuljahr bereits begonnen hat, wird diese Maßnahme erst 2015/2016 wirksam. Für September bis Juli sind - statt wie bisher 15 - künftig 17,50 Euro für das erste Kind zu entrichten. Ab dem zweiten müssen 10 Euro bezahlt werden und somit das Doppelte als bisher.

Wer seinen Nachwuchs nicht länger als 45 Minuten in die Einrichtung schickt, bezahlt 5 Euro. Wenn das Kind wöchentlich nicht länger als 90 Minuten betreut wird, sind 10 Euro zu berappen. Mit 10:2 Stimmen nahm der Stadtrat den Erhöhungsvorschlag an.
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