Einen Schritt voraus

Lokales
Pleystein
18.10.2014
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Die Stadt will mit ihren Bemühungen zur Barrierefreiheit für behinderte Mitbürger ein Zeichen setzen. Zunächst sollen mit kleinen Maßnahmen entsprechende Erleichterungen geschaffen werden.

Am Pfarrplatz soll nach den Vorstellungen von Bürgermeister Rainer Rewitzer der Gehweg bei der alten Knabenschule, dem jetzigen Ärztehaus, abgesenkt werden. Damit würde die Fläche auf der rechten Seite des Marktplatzes stadteinwärts durchgängig behindertengerecht gestaltet sein.

In der Stadtratssitzung kündigte Rewitzer ferner die Installation einer Funkklingel im Bereich der Rathaustüre an. Behinderte könnten läuten und würden dann von Mitarbeitern sicher ins Gebäude gebracht.

Zweite Bürgermeisterin Andrea Lang nannte diese Maßnahmen einen guten Weg im Sinne der gewünschten Barrierefreiheit. Die Stadt sei damit anderen Kommunen einen "Schritt voraus", sagte Lang. Sie schlug vor, auf der dem Anwesen Bayer zugewandten Seite des Rathauses einen ebenerdigen barrierefreien Nebeneingang einzubauen. Laut Rewitzer müsste das bautechnisch zu bewältigen sein, weil offenbar bereits ein Träger in der Decke vorhanden sei.

Im nicht öffentlichen Teil hatte sich der Stadtrat mit der Raumverteilung im Museum befasst, weil sowohl der Museumsarbeitskreis als auch die Interessengemeinschaft der Holzschnitzer Platz beanspruchen. Die Holzschnitzer pochen auf eine Zusage von Altbürgermeister Johann Walbrunn, der ihnen die Nutzung des jetzt als Wohnzimmer um die Jahrhundertwende eingerichteten Raumes zugesagt haben soll. Rewitzer erinnerte daran, dass der Geopark Bayern-Böhmen gegenwärtig die Fläche nutze. Ein Ausbau des Dachgeschosses sei aufgrund der hohen Kosten nicht möglich, machte das Stadtoberhaupt klar. Laut Architekt Hans Sax wären dafür 125 000 Euro aufzubringen. Nach den Worten des Stadtchefs würden die Holzschnitzer das momentane "Wohnzimmer" bevorzugen. Helmut Rewitzer vertrat die Ansicht, dass eine mögliche Zusage des Altbürgermeisters eingehalten werden müsse. Warum ist das Zimmer dann bisher nicht von den Holzschnitzern genutzt worden?, fragte der Bürgermeister.

Lang nannte es bedauerlich, im Stadtrat über die Raumbelegung entscheiden zu müssen, weil offenbar keine Lösung unter den Beteiligten möglich sei. Ein Appell gehe deshalb an die beiden Gruppierungen, den Entschluss des Gremiums zu akzeptieren. Mit 11:1 Stimmen wurde der Wunsch der Holzschnitzer abgelehnt. Sie dürfen den Raum neben der Küche im Museum nutzen.

Fieranten gesucht

Sorgen bereitet Stefan Voit die zurückgehende Zahl der Fieranten beim Bergfest. Zuletzt seien im September große Lücken zwischen den Ständen zu sehen gewesen. Das Gremium regte an, das Bergfest auch als Regionalmarkt bei den Fieranten auszuschreiben. Hans Helgert sieht die Notwendigkeit, feste Platzreservierungen für Händler zu streichen.
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