Fehler bei der Raumvergabe

Lokales
Pleystein
09.03.2015
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Die Zwistigkeiten um die Räume im Stadtmuseum beschäftigen die Pleysteiner Holzschnitzer noch immer. Von Vorsitzendem Gerhard Müller sind aber auch versöhnliche Töne zu hören.

In der Jahreshauptversammlung mit rund 30 Mitgliedern am Freitag im Hotel "Regina" wurde erneut deutlich, dass die Schuld an den Streitigkeiten durch Nichteinhalten von Versprechungen sowohl bei der Stadt als auch beim Museumsarbeitskreis liege.

Altbürgermeister Willi Reil sah Fehler bei Kommune und Arbeitskreis bei der Raumvergabe. Als falsch beurteilte er, dass die Schnitzer auf den zuletzt zugeteilten Raum verzichtet hatten. "Die Türe ist aber für die Stadt noch nicht zugeschlagen", meinte Vorsitzender Gerhard Müller. Er richtete deshalb in versöhnlicher Form gleich zu Beginn seines Rückblicks den Dank an die Kommune, die für die Schnitzabende einen Raum in der Zottbachtalschule bereitstelle.

Allerdings stellte er erneut die Frage nach der Gewichtung von handwerklichen Tätigkeiten und einem "alten Wohnzimmer". Er bedauerte, dass viele Stadträte das Museum nicht kennen. Trotz der Differenzen bot er der Gemeinde weiterhin die Zusammenarbeit an.

Kein Rausschmiss

Bürgermeister Rainer Rewitzer dankte den Holzschnitzern für ihre Arbeit und für die Aufrechterhaltung alten Brauchtums. Das Stadtoberhaupt betonte, dass die Gruppe im Museum noch immer gerngesehen sei. Der Auszug komme in keinem Fall einem Rausschmiss gleich.

47 Mitglieder

Der Interessengemeinschaft der Pleysteiner Holzschnitzer gehören nach einem Neuzugang 47 Mitglieder an. An 37 Abenden frönten die Männer und Frauen ihrem Hobby. In der Zottbachtalschule gaben die Schnitzer beim Schulfest einen Einblick in ihr handwerkliches Geschick, sie selbst haben dieses bei einem Herrgott-Schnitzkurs weiter verbessert. Die Geselligkeit kam bei aber auch nicht zu kurz. Am Bericht von Kassier Josef Schmid hatten die Revisoren nichts auszusetzen.

Mitglied Anton Pöpperl, der aber nicht mehr aktiv ist, stellte den Antrag, die aus dem Museum entfernten Figuren bei Desinteresse der jetzigen Eigentümer wieder ins Stadtmuseum zurückzubringen. Auf einen bestimmten Raum wollter sich Pöpperl nicht festlegen. Reil schloss sich Pöpperls Ansinnen an.

Eine Absage erteilte die Versammlung einer Anregung mittels eines Sponsoren einen Raum für die Weihnachtskrippe zu finden. Ebenfalls verworfen wurde eine Abstimmung unter den Schnitzer, welchem Zimmer im Museum der Vorzug zu geben sei.

Vorsitzender Müller stellte abschließend den Zeitplan für heuer vor. So führt der Ausflug nach Englmar in den Bayerischen Wald. Am 3. Juli laden die Schnitzer zum Grillfest ein. Erneut gibt es einen Herrgott-Schnitzkurs mit anschließenden Malkurs. Mit Ausbuttern und den Vorbereitungen für die nächste Ausstellung endet das Vereinsjahr.
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