Feier fernab der Heimat

Altbürgermeister Willi Reil wird heute 75. Jahre alt. Zu seinem Geburtstag will er aber auf große Gratulationsreigen verzichten. Bild: tu
Lokales
Pleystein
15.01.2015
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Auch nach seinem Abschied vom Amt des Bürgermeisters vor knapp 13 Jahren kennen nicht nur die Pleysteiner Willi Reil als engagierten Mitbürger. Das ehemalige Stadtoberhaupt wird heute 75 Jahre.

Das halbrunde Wiegenfest feiert der vitale Jubilar mit seiner Familie im kleinen Kreis fernab der Heimat. Reil erblickte am 15. Januar 1940 in Lohma das Licht der Welt. Dort im verbrachte er auch seine Kindheit und Jugendzeit. Er besuchte fünf Jahre lang die Volksschule in Burkhardsrieth, anschließend die Oberrealschule in Weiden.

Von 1960 bis 1963 studierte er am Oskar-von-Miller-Polytechnikum in München. Bis 1970 war er dann als junger Beamter bei den Bundesbahndirektionen Regensburg und München tätig. 1970 übernahm er die Leitung der Ausbesserungswerkstätte der DB in Weiden.Von 1990 bis zur Auflösung 1996 stand Reil als Werkleiter dem Bundesbahn-Ausbesserungswerk Weiden vor. Vor 19 Jahren ging er in den vorzeitigen Ruhestand. Verheiratet ist der Jubilar seit 1967 mit seiner Frau Rita, geborene Bauriedl. Drei Söhne vervollständigten das junge Eheglück.

In politischer Hinsicht ist Reil in der CSU verankert, der er seit 1970 angehört. Den Ortsverband führte er als Vorsitzender von 1983 bis 1990. 1984 gelang ihm auf Anhieb der Einzug in den Stadtrat. Als zweiter Bürgermeister griff Reil in dieser ersten Periode gleich an vorderster Front mit in das kommunale Geschehen ein. 1990 schenkte ihm die Mehrheit der Bevölkerung das Vertrauen als Nachfolger von Paul Brucksch. Sechs Jahre später konnte er bei der Wiederwahl als erster Bürgermeister seinen Stimmenvorsprung zum Gegenkandidaten weiter ausbauen.

Reil hat in seiner 12-jährigen Amtszeit wichtige Akzente für die Zukunft gesetzt. In den 70er und 80er Jahren engagierte er sich auch in der Pfarrei St. Sigismund als Pfarrgemeinderatsvorsitzender und als Kirchenratsmitglied. Aufgeschlossen ist er seit frühester Jugend dem Sport. So spielte er in der ersten Mannschaft des TSV 1902. Von 1983 bis 1986 führte er den Tennisclub. Nach wie vor gilt seine Leidenschaft dem Wandern, dem Skilanglauf und dem Joggen. Ein weiteres Hobby ist das Schnitzen, und beachtliches Talent beweist der Pensionist im Schreinerhandwerk. Stolz ist er auf seine Enkel, die ihm viel Freude bereiten.

Im September 2002 erhielt er die Auszeichnung der Bayerischen Staatsforstverwaltung als "Freund des Waldes". In Anerkennung seiner besonderen Verdienste um die Großgemeinde wurde ihm im Juli 2014 vom Stadtrat einstimmig der Ehrentitel "Altbürgermeister" verliehen.
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