Feste: Friste und Co. beachten

Lokales
Pleystein
21.06.2015
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Das Feuerlöscher-Drama in der Vohenstraußer Stadthalle zeigt: Vorschriften sind da, um eingehalten zu werden. Das Thema stand auch im Mittelpunkt der Versammlung der Pleysteiner Vereinsgemeinschaft.

Martin Zehent, Leiter der Polizeiinspektion Vohenstrauß, riet, jede Vorschrift des Gaststättenrechts, der Versammlungsstätten-Verordnung und verkehrsrechtliche Anordnungen genau zu beachten. Bürgermeister Rainer Rewitzer bat um Verständnis, dass die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs nicht mehr wie bisher für die Vereine tätig sein können.

Polizeihauptkommissar Zehent listete in der sehr gut besuchten Versammlung im Gasthof Weig die gesetzlichen Vorschriften auf, die bei Festen zu beachten sind. Die erste Frage beim Vohenstraußer Vorfall sei gewesen, ob diese Veranstaltung genehmigt gewesen sei, sagte der Polizeibeamte. Den Vereinsvorständen und Verantwortlichen müsse klar sein, dass jedes Fest einer Genehmigung bedarf. Großes Augenmerk muss nach den Worten Zehents bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen auf die Notausgänge gelegt werden. Er legte den Vereinen nahe, sich eines Sicherheitsdienstes bei der Einlasskontrolle zu bedienen, damit Vereinsmitglieder als Kontrolleure nicht in einen Gewissenskonflikt kämen. Bei der Beantragung der Genehmigung müssen Fristen eingehalten werden, erklärte Zehent.

Belehrungen vom Arzt

Eine Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen diene ausschließlich dazu, keine Probleme bei einem Fest zu bekommen, machte der Vohenstraußer Polizeichef deutlich. Helmut Rewitzer bat die Mitglieder, auch die Hygieneschutzverordnungen zu beachten. Die Vereinsgemeinschaft werde wieder in Zusammenarbeit mit einem Arzt die Belehrungen übernehmen, kündigte ihr Vorsitzender an.

Im Einklang mit allen beteiligten Vereinen wurden die Aufgaben für das Bürgerfest verteilt. Änderungen gegenüber dem Vorjahr ergaben sich nicht. Hans Kick und Max Müllhofer werden sich in bewährter Weise wieder um die Strom- und Wasserversorgung kümmern. Ebenfalls keine Änderungen gibt es beim "Multi-Kulti-Fest". Mit großer Mehrheit beschloss die Versammlung die Anschaffung eines gebrauchten Toilettenwagens ins Auge zu fassen.

Den Vorschlag von Anton Portner (Feuerwehr Lohma) von der Stadt Pleystein eine 50-prozentige Beteiligung beim Kauf zu fordern, wies Vorsitzender Rewitzer mit dem Hinweis auf die Haushaltskonsolidierung zurück. Die Vereinsgemeinschaft kann den Erwerb aufgrund des positiven Kassenberichts von Maria Herrmann verkraften. Klare Stellung bezog Helmut Rewitzer auch zu den freiwilligen Leistungen der Stadt in Form des Einsatzes der Bauhofmitarbeiter. Viele Vereine würden von der Stadt nur noch fordern: ein Zustand der nicht mehr hingenommen werden könne. Es sei zu überlegen, wie Bauhofleistungen minimiert oder durch Geldleistungen seitens der Vereine geregelt werden könnten.

"Kein Rückzug der Stadt"

Bürgermeister Rewitzer nannte es die "gute Gewohnheit mancher Vereine" den Wunsch nach städtischer Unterstützung zu äußern. Eine Rücknahme der städtischen Leistungen bedeute keinen Rückzug der Stadt, sagte das Stadtoberhaupt. "Dabei darf aber die Meinung aus der Bevölkerung nicht überhört werden: Geschirr wird den Vereinen nachgefahren, öffentliche Rasenflächen aber nicht gemäht." Der Dank des Bürgermeisters war aber genauso wenig zu überhören: Die Vereinsgemeinschaft mache die Stadt attraktiv und sei ein Aushängeschild. Das Multi-Kulti-Fest habe die Stadt weit über die Landkreisgrenzen bekannt gemacht, sagte Rainer Rewitzer.
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