Feuerwerk guter Noten

Die "Pleystoiner Bläser" in voller Aktion beim Neujahrskonzert im Hotel "Regina" mit Altbürgermeister Johann Walbrunn und Kapellenleiter Markus Schulz (links). Bild: tu
Lokales
Pleystein
03.01.2015
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Die "Pleystoiner Bläser" begeisterten beim 26. Neujahrskonzert des Touristikvereins und der Stadt im Hotel "Regina" rund 200 Besucher. Die jungen Akteure boten einen klangvollen Querschnitt durch die Welt der Blasmusik.

Markus Schulz hat die 19 Musiker mit Margit Führnrohr in wenigen Jahren in der Besetzung Trompete, Flügelhörner, Tenorhorn, Bariton, Posaune, Tuba, Klarinetten, Querflöten und Schlagzeug zu einem homogenen Klangkörper geformt. Der Ensemble-Leiter dankte Touristik-Vereinschef Josef Gillitzer, der krankheitsbedingt fehlte, für die erneute Verpflichtung der Kapelle.

Zweiter Vorsitzender Johann Walbrunn freute sich über das buntgemischte Publikum. Der Altbürgermeister ging auf die lange Tradition dieser von Gillitzer initiierten Neujahrskonzerte ein, die immer mehr Besucher fänden. Schulz überreichte Walbrunn zum Dank für die Unterstützung ein Geschenk. Den Auftakt machten dann der zackige Konzertmarsch "Zwei Rosen" und die schmissige Polka "Die Kapelle hat gewonnen". Die bayerisch-böhmische Blasmusik mit ihrem gemütsvollen Melodienreichtum dominierte. Erinnerungen an Ernst Mosch und seine Egerländer Musikanten wurden wach bei populären Polkas wie "Was wäre ein Leben ohne Blasmusik?", "Südböhmische", "Egerländer Traum", "Polka mit Herz", "Kmotrenka", "Wir sind Kinder von der Eger", "Ellwangen Polka" oder "Herbstfreuden". In die Herzen der Zuhörer spielte sich der Bläsernachwuchs ferner mit Werken wie "Brauhaus-Polka", dem Charakterstück "Bummelpetrus" von Mosch, den Polkas "Sorgenbrecher" sowie "Wir Musikanten", dem Walzer "Abendstern" und dem Marsch "Treu zur Blasmusik".

Kult-Polkas als Zugabe

Mitträumen und Mitsingen war angesagt. Zusätzliche akustische Glanzpunkte waren das Solostück "Weinbergzauber" für Posaune (Leoni Führnrohr) und zwei Querflöten (Lea Weig und Katharina Schulz), die Soloeinlage von Katharina Schulz (Querflöte) und Anja Schön (Klarinette) bei "Zwei lustige Vögel" und die Solonummer von Markus Schulz sowie Pascal Führnrohr (beide Tenorhorn) bei "Zwei Sunnyboys". Ein weiterer Höhepunkt war die Polka "Am Kreuzberg", vor eineinhalb Jahren komponiert vom 18-jährigen Ensemblemitglied Pascal Führnrohr aus Anlass des 350-jährigen Bestehens der Pleysteiner Stadtkapelle. Als stürmisch geforderte Zugaben bildeten die Kult-Polkas "Auf Wiedersehen bei Blasmusik" und "Böhmischer Traum" sowie der legendäre "Pleysteiner Marsch", in der Kriegsgefangenschaft auf der Insel Krim zu Papier gebracht vom Pleysteiner Kapellmeister Johann Sax (1900 bis 1986), den Abschluss dieser schillernden musikalischen Reise.

Walbrunn gesellte sich in diesem rauschenden Finale auf Bitte von Schulz zur Kapelle hinzu und schmetterte zu den schmissigen Marschklängen aus voller Kehle den aus der Feder von Erwin Klotz stammenden Text "O du mein Pleystein". Langanhaltender, tosender Beifall dankte dem Ensemble für den rundum gelungenen Auftritt.

Hochburg der Musik

Bürgermeister Rainer Rewitzer war ebenfalls voll des Lobes über die Darbietungen der "Pleystoiner Bläser", "die uns auch heute wieder ein hervorragendes Programm, ein musikalisches Feuerwerk serviert haben. Das lässt für die Zukunft hoffen". Die Gemeinde habe erneut ihren vorzüglichen Ruf als Hochburg des Gesangs und der Musik unterstrichen.
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