Finanzplan nicht mehr haltbar

Architekt Hans Sax (Dritter von rechts) informierte im Innenhof des Kreuzbergklosters über den Fortschritt der Sanierungsarbeiten. Bild: fjo
Lokales
Pleystein
01.10.2015
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Heimatpfleger Georg Schmidbauer erzählte den Pleysteinern jüngst vom Bau des Klosters durch Architekt Hauberrisser. Nun müssen sich die Stadträte mit der Sanierung des Gebäudes beschäftigen.

Im Eingangsbereich gingen die Mitglieder des Bauausschusses auf die Suche nach Lösungen. Architekt Hans Sax informierte vor Ort und zeigte die wunden Punkte auf. Der mit einem Betondeckel vor Jahren geschlossene Zugang von außen in den Keller sei undicht, und die nachträglich eingebaute Überdachung wirke störend. Für den Rückbau der gesamten Treppe, die Trockenlegung der Außenmauern und das Pflastern der Hoffläche wurde einstimmig beschlossen, Angebote einzuholen.

In den - nach Himmelsrichtungen eingeteilten - Bauabschnitten sollten zusätzlich die dazugehörenden Dachfenster ausgetauscht werden: "Die sind fix und fertig", argumentierte Sax. Entgegen dessen Vorschlag einigte sich das Gremium auf Anregung von Stefan Voit auf eine Gesamtausschreibung in einer Maßnahme.

Die neuen Fenster am Turm und der Südostfassade sind gesetzt. Sorgen bereite ein vor rund 25 Jahren auf die Außenwand aufgebrachter Kunststoffanstrich. Der Luftkalkputz habe unter dem faservergüteten Auftrag enorm gelitten, und zwar so sehr, dass große Flächen (etwa 80 der insgesamt 120 Quadratmeter) dadurch zerstört wären. Inwieweit auch die Stuckverzierungen an Gesimsen und Laibungen betroffen seien, ließe sich noch nicht abschätzen. Das Auftragsvolumen in Höhe von rund 24 000 Euro reiche dafür nicht. Weitere 10 000 Euro dürften an Mehrkosten hinzukommen.

Bürgermeister Rainer Rewitzer sah die im Finanzplan fixierten Eigenanteile für die Stadt deshalb nicht mehr für haltbar. Der zusätzliche Sanierungsbedarf wurde dennoch gesehen und einstimmig mitgetragen. Sofern es das Wetter noch zulasse, sollen die Zwischentreppen an den Aufgängen neue Handläufe aus Metall erhalten.

Lediglich der Bürgermeister befürwortete die Einführung einer Rechts-vor-Links-Regelung im Bereich der Einmündung der Bischof-Anzer- in die Bischof-Wittmann-Straße. Die Mehrheit lehnte diesen Antrag eines Anliegers ab. Die bislang zur Verfügung stehenden Grundstücke zum Auffüllen gingen zur Neige, ließ Geschäftsleiter Günter Gschwindler wissen. Händeringend gesucht würden deshalb im Gemeindegebiet Flächen, auf die sich anfallender Aushub und unbelastetes Erdreich aufbringen lasse. Um baldige Mitteilung an die Verwaltung wurde gebeten.

Rewitzer informierte über die Planungen des Staatlichen Bauamts zum Neubau der Brückenbauwerke zwischen Peugenhammer und dem Zottbachhaus. Ebenso über die geänderten Richtlinien für eine Förderung bei der Erweiterung oder Sanierung von Wasserver- und Abwasserentsorgungsanlagen ab 2016.
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