Gläubige mit Musik beschenkt

Kirchenchor und Orchester führten am ersten Weihnachtsfeiertag in der Stadtpfarrkirche die "Pastoralmesse in G" von Karl Kempter auf und ernteten dafür großes Lob der Gläubigen. Bild: bey
Lokales
Pleystein
26.12.2014
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An Heiligabend und am Christtag haben Chor und Orchester kirchenmusikalische Glanzpunkte gesetzt. Mit festlicher Musik ließen sie die Gottesdienste zu einem Erlebnis werden.

Die Jugendgruppe St. Sigismund eröffnete mit einem Krippenspiel am Heiligen Abend in der Pfarrkirche die nachmittägliche Feier zum Hochfest der Geburt des Herrn. Den etwa 500 Gläubigen aus der Großgemeinde und aus benachbarten Pfarreien, die Pfarrer Pater Hans Ring begrüßte, wurde von den jungen Darstellern und von den "Pleystoiner Bläsern" eine Einstimmung auf das weihnachtliche Geschehen geboten.

Quintett brilliert

Mit dem feierlichen Einzug von Stadtpfarrer Hans Ring sowie der Ministranten in die Pfarrkirche St. Sigismund und mit der Krippenlegung des "Pleysteiner Jesulein" wurde die festliche Christmette um 23 Uhr im mit 300 Pfarrangehörigen gefüllten Gotteshaus eingeleitet. In dieser Mette setzte der Kirchenchor unter Gesamtleitung von Alexander Völkl mit der Aufführung der Oberndorfer Stille-Nacht-Messe von Hans Klier Glanzpunkte sakraler Musik.

Beim "Weihnachtslied" von Robert Führer brillierten die jungen Sopranistinnen Katharina Schulz, Anja Schön, Laura Völkl, Sophia Kirschsieper und Laura Schmucker als Quintett. Am Christtag gestalteten der Chor und das aus den acht Instrumentalisten Anja Schön (Klarinette), Reinhold Maß und Sophia Kirschsieper (erste Violine), Karl Brenner (zweite Violine), Dr. Hans Kirschsieper (Bratsche), Tobias Schulz (Trompete) sowie Margit Führnrohr (Waldhorn) und Markus Schulz (Waldhorn und Pauke) bestehende Orchester das von über 300 Gläubigen besuchte Hochamt. Sie führten die "Pastoralmesse in G" von Karl Kempter und das "Transeamus usque Bethlehem" von Josef Schnabel unter der Stabsführung von stellvertretendem Dirigenten Holger Scheufler und mit Chorleiter Alexander Völkl an der Orgel auf.

"Aus der Botschaft von Weihnachten hören Kinder heraus, was sie dringend brauchen, nämlich dass sie geliebt, geborgen, angenommen sind. Sie können noch wirklich staunen über Ereignisse, die sie als schön erleben", predigte Pater Ring. So solle es auch bei uns Erwachsenen sein. "Das einzige, was wir zu Weihnachten tun können, ist staunen. Staunen, dass dieser Gott Mensch geworden ist, einer von uns. Gott, der das Leben ist, fängt an zu leben und fängt damit auch an zu sterben. Er wird einer, der selber seine Grenzen spürt und erfährt, der Angst hat, der vor seiner Sendung zurückschreckt", fuhr der Geistliche fort.

Von den Kindern lernen

Gott, der unfassbar sei, werde fassbar, werde im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar. Das alles heiße: "Gott ist Mensch geworden." Er, der Große, nicht Fassbare, lasse sich beschenken von Menschen und von seinem himmlischen Vater. "Im Unterschied zu den Kindern tun wir uns viel schwerer mit dem Beschenktwerden, weil wir in jedem Geschenk die Verpflichtung zu einem Gegengeschenk sehen. Von den Kindern und von diesem menschgewordenen Gottessohn können wir das Sich-beschenken-lassen lernen", betonte der Seelsorger. " Wir können lernen, uns wieder selbst als Geschenk anzunehmen. Wir können wieder neu entdecken, dass sich Gott in seinem Sohn an uns verschenkt hat und immer wieder neu verschenkt", schloss der Oblate seine Ausführungen.

Er dankte vor dem Segen den Vokalisten und Musikern sowie dem Leiter Alexander Völkl für die Begleitung der Gottesdienste. Barbara Vollath und Irmgard Kiesbauer haben in den Tagen vor dem 24. Dezember in zahlreichen ehrenamtlichen Arbeitsstunden die vor dem Volksaltar stehende Krippe und den Altarraum mit geschmückt. Auch ihnen galt eine großes Lob.
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