Gut angelegtes Geld

Lokales
Pleystein
25.02.2015
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Die Pleysteiner Feuerwehr hat 80 aktive Mitglieder. Die Ausbildung dieser Rettungskräfte kostet Geld. Denn eine Feuerwehr "zum Nulltarif gibt es nicht", machte Kreisbrandinspektor Hans Rewitzer in der Jahreshauptversammlung deutlich.

Die Feuerwehr war im vergangenen Jahr 60 Mal im Einsatz. Dabei leisteten die Rettungskräfte 768 Einsatzstunden. Diese beeindruckenden Zahlen nannte Kommandant Markus Völkl in der Jahreshauptversammlung im Hotel "Regina". Dabei zeigte sich aber, dass Brandeinsätze längst nicht mehr den Großteil ausmachen.

Gute Jugendarbeit

Bürgermeister Rainer Rewitzer sicherte der Wehr die Unterstützung der Stadt zu. Vorsichtig deutete er an, dass im noch zu beschließenden Haushaltsplan 2015 "vielleicht nicht Ansätze für die Wehren vorhanden sind". Die Zahl der Einsätze nannte der Rathauschef "beachtlich".

Wichtig sei aber auch, für den Nachwuchs zu sorgen. Die "rührige" Jugendfeuerwehr lege dafür mit dem Besuch in den Kindergärten den Grundstock. Das Pleysteiner Stadtoberhaupt dankte der Wehr für die Bereitstellung von 60 000 Euro für die Anschaffung von technischer Ausrüstung in den vergangenen Jahren.

Kreisbrandinspektor Johann Rewitzer erklärte, dass viele der Tätigkeiten überhaupt nicht an die Öffentlichkeit gelangen. "Das unfallfreie Arbeiten in den Wehren ist ein Zeichen von Ausbildung auf höchstem Niveau." Den Bürgern müsse klar sein, dass es eine Feuerwehr "nicht zum Nulltarif" gibt. Der Kreisbrandinspektor bat, sich mit einem Euro pro Mitglied an der Aktion "Anja will leben" zu beteiligen.

Völkl erklärte, dass neben den Einsatzstunden die Brandschützer jeweils am Mittwoch an Übungen teilgenommen haben. Ebenso fand eine Vielzahl von weiterbildenden Aktionen, auch bei anderen Wehren oder der Polizeiinspektion Neustadt/WN, statt. Josef Preßl gab den detaillierten Kassenbericht ab. Die Rechnungsprüfer bescheinigten einwandfreie Buchführung.

Von über 40 Veranstaltungen, bei denen sich die Brandschützer beteiligt hatten, berichtete Vorsitzender Max Zehent. Die Wehr zählt derzeit 331 Mitglieder. 80 sind im aktiven Dienst, davon sind 12 Mitglieder in der Jugendgruppe. Zudem unterstützend 50 passive und 201 fördernde Mitglieder die Pleysteiner.

Wissenstest bestanden

Der Atemschutzgruppe gehören 23 Personen an, von denen 20 im Einsatz sind, teilte Gruppenleiter Hans-Peter Wallner mit. Die Atemschutzträger Daniel Kabitschke, Sandro Popp, Andreas Reber und Valentin Sax wurden per Handschlag aufgenommen. Reiner Delakowitz als Leiter der Jugendfeuerwehr freute sich, da fünf neue Mitglieder der Wehr beitraten. Die Jugendfeuerwehr hat 130 Stunden Ausbildung hinter sich gebracht. Den Wissenstest legte der Nachwuchs erfolgreich ab. Für die Jugendlichen schaffte die Wehr Überjacken und Schutzhandschuhe im Wert von 542 Euro an.

Helmut Moll erhielt ein Geschenk, da auf seinem Grundstück das bei einem Unfall beschädigte Feuerwehrfahrzeug längere Zeit stand. Altbürgermeister Johann Walbrunn darf sich mit Ehefrau Monika eine Woche lang im Feuerwehr-Erholungsheim Bayerisch Gmain entspannen. Mit dem Gutschein würdigte die Wehr die Unterstützung des ehemaligen Stadtoberhaupts.
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