Jagdpächter Peter Wild informiert in Versammlung der Jagdgenossenschaft Pleystein über Probleme
Katzenfutter lockt auch Füchse an

Lokales
Pleystein
18.04.2015
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Die Jagdgenossenschaft Pleystein überweist der Stadt wieder 2000 Euro für den Wegebau. Auf Vorschlag von Jagdvorstand Hans Weig entschieden sich die Jagdgenossen einstimmig für die Unterstützung. Ausdrücklich lobte Weig das gute Einvernehmen zwischen Jagdgenossen und -pächtern. Bürgermeister Rainer Rewitzer wertete die Spendenbereitschaft "als äußerst positives Zeichen gegenüber dem Verhältnis zur Stadt".

Schlechte Wege herrichten

Damit werde es möglich, schlechte Wege herzurichten, sagte der Rathauschef. Beim geplanten Mähen von Wiesen mahnte das Stadtoberhaupt Gespräche zwischen Landwirten und dem jeweils zuständigen Jagdpächter an, um Schaden von jungen Rehen abzuwenden. Ausdrücklich hob Rewitzer die Notwendigkeit des guten Miteinanders zwischen Jägern und den Jagdgenossen hervor.

Kassier Josef Schneider legte einen zufriedenstellenden Kassenbericht vor, der letztlich auch den Ausschlag für die finanzielle Unterstützung der Stadt gab. Jagdpächter Peter Wild fasste die Abschusszahlen der beiden Jagdbogen zusammen. Der Soll-Abschluss von zwölf Rehen wurde mit acht Tieren im Jagdbogen I nicht ganz erfüllt. Vier Rehe wurden im Straßenverkehr getötet oder starben durch wildernde Hunde.

Auch Semmeln und Brezen

Im Jagdbogen II wurde der Soll-Abschuss mit elf Rehen erfüllt, wobei auch hier sechs Tiere dem Straßenverkehr zum Opfer fielen. In beiden Jagdbogen wurden sechs Wildschweine erlegt. Ausführlich befasste sich Wild mit den immer näher an die Wohnbebauung herankommenden Füchsen. Diese Tiere würden sich mit geringstem Aufwand Futter suchen, sagte der Jagdpächter. Stellen, an denen nachts Katzen in Übermaß gefüttert werden, würden auch von den Füchsen als bequeme Futterquelle entdeckt. Dies gelte außerdem für achtlos weggeworfene Semmeln oder Brezen. Nach Elstern und Krähen würden hier Füchse angelockt.

Jagdpächter Wild monierte zudem die Einzäunungen in seinem Bereich, die bei weiterer Zunahme das Revier verkleinern. Die Jagdpächter Max Pausch und Michael Kraus kündigten für Pfingstsonntag das Jägerfest am Pleystein-Pfad an. Es gibt Wildsau am Spieß.
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