"Kapelle hat gewonnen"

Lokales
Pleystein
12.05.2015
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Der "Böhmische Abend" mit der Pleysteiner Stadtkapelle hätte ruhig etwas mehr Besucher verdient. Schließlich handelt es sich um gepflegte Blasmusik, die mit der Oberpfalz eng verbunden ist, meinte Bürgermeister Rainer Rewitzer.

Doch die vielen anderen Termine tagsüber haben nach den Worten des Stadtoberhauptes möglicherweise zur geringen Resonanz im Bachofnersaal beigetragen. Die Kommune sei aber stolz, Musikgruppen wie die Stadtkapelle und die "Pleystoiner Bläser" mit Leiter Markus Schulz zu haben. Ein Besuch der Veranstaltung wäre aber auch gleichzeitig die Anerkennung für die jungen Musiker gewesen, die ihre Freizeit für Proben und Auftritte opfern.

Schulz hatte buntes Programm zusammengestellt, das bekannte Stücke ebenso wie neu ins Repertoire der Kapelle aufgenommene Polkas enthielt. "Was wär' das Leben ohne Blasmusik" hieß eine Polka, die das ausdrückte, was die rund 70 Besucher am liebsten hören.

Natürlich war bei den Klängen der "Pleystoiner Bläser" die Handschrift von Ernst Mosch, dem Ur- und Übervater der Egerländer Musik unüberhörbar. Der "Egerländer Traum" und der musikalische Ausflug "in die Weinschenke" waren neu im Repertoire, ebenso die "Herbstfreuden", die Pascal Fürnrohr als Mitglied der "Pleystoiner Bläser" komponiert hatte. Natürlich fehlten bekannte Titel wie der "Sorgenbrecher", die Perlen, mal aus Gablonz, dann aus Böhmen nicht, genauso wenig die Träume aus dem "Egerland".

Der "Böhmische Traum" war zwar erst zum Schluss des zweiten Teils im Programm, ist aber ohnehin das Aushängeschild der "Pleystoiner Bläser", bei dem sich kaum ein Zuschauer noch auf dem Stuhl halten kann. Da trifft dann auch der Titel "Die Kapelle hat gewonnen" passend zu. Mit ihrem mehrstündigen Programm trafen die "Pleystoiner Bläser" jedenfalls wieder bestens den Geschmack ihres Publikums, und es zeigte sich, dass diese Musikrichtung keineswegs antiquiert ist.
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