Konzept für den Ortskern

Nach dem Fällen der Linde regten Bürger im Nachgang eine Verkürzung der Verkehrsinsel vor der Hauberrisser-Kirche an, worauf Bürgermeister Rainer Rewitzer bei einem Ortstermin hinwies. Bild: fjo
Lokales
Pleystein
05.10.2015
3
0

Einen großen Schritt in Richtung Ortskern-Planung geht die Stadt Pleystein. Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzepts, kurz ISEK, lautet der Begriff, mit dem sich die Kommune intensiv beschäftigen wird.

Was in anderen Gemeinden bereits läuft, startet in Kürze auch in Pleystein. Die Kommune möchte möglichst alle Bürger informieren und zur Teilnahme animieren. Geschäftsleiter Günter Gschwindler präsentierte dem Bauausschuss bereits ein umfangreiches Paket an Themen. Nun gelte es, ein für Pleystein auf Jahre hinaus geeignetes Architekturbüro für die fachliche Begleitung zu gewinnen. Außerdem sei an die Einbindung eines Landschaftsplaners gedacht. Als mittelfristiges Ziel sah der Geschäftsleiter die Neugestaltung des Marktplatzes und des Parks beim Stadtweiher mitsamt der Allee.

"Beruhigter Marktplatz"

Herbert Stahl gab zu bedenken: "Ein Geschäft nach dem anderen macht zu. Wir kriegen einen so was von beruhigten Marktplatz." Gschwindler hielt ebenso eine Aufwertung der Steingasse und eine Wiederbelebung der Pfarrstädel für wichtige Punkte. Nachdem die Vorausplanung für rund 20 Jahre gelten solle, wäre ein passendes Architekturbüro an der Seite eine der wichtigsten Grundlagen.

Spontan pflichtete Helmut Rewitzer dem Ansinnen mit Blick auf die immer weniger werdenden Einzelhandelsgeschäfte bei: "Das sind grausame Tendenzen, die sich da auftun." Für die Ausweitung des Planungsgebiets auf das Gelände der einstigen Molkerei sprach sich Max Mühlhofer aus. Eine erste Idee zur städtebaulichen Aufwertung kam von Stefan Voit, der prägnante Ortsmerkmale in Schriftform entlang der Eingangsstraße anregte.

Das Gremium einigte sich auf zwei Monate Beratungszeit für die Fraktionen. Ende November/Anfang Dezember soll dann mit einer Sondersitzung zum ISEK der nächste Schritt folgen, schlug Bürgermeister Rainer Rewitzer vor. Die Stadträte einigten sich danach mehrheitlich auf den Verzicht einer Entscheidung zur Verkürzung der Verkehrsinsel vor der Raiffeisenbank. Künftigen Planungen solle nicht vorgegriffen werden. Ein entsprechender Antrag war an die Stadtverwaltung gegangen, nachdem die dortige Linde aus Sicherheitsgründen weichen musste.

Bessere Beleuchtung

Die Sanierung des Rathauses läuft etappenweise, so hatte es der Stadtrat vor Jahren beschlossen. Als nächste Maßnahmen einigte sich das Gremium einmütig auf die Renovierung von Kasse und Damentoilette. Von fünf auf sieben Brennstellen nimmt die Beleuchtung in der Steingasse zu. Das Angebot des Bayernwerks zum Aufstellen neuer Lampen der Marke "Micro plus" und den Abbau der bisherigen Peitschenmasten lautete auf knapp 13 000 Euro. Damit konnten sich die Ratsherren noch einstimmig anfreunden.

Durch die veränderten Standorte für die neuen Laternen würde aber der Fußgängerweg zum Marktplatz hinauf in Kürze zappenduster. Für die einen ist es das Schopper-, für die anderen das "Hammerniegl-Gassl". Das Angebot des Bayernwerks auf eine eigene Brennstelle dort fand aber keinerlei Zustimmung. Vielmehr wurde eine unabhängige Solarleuchte als Alternative gesehen, zumal sich hier die Kosten lediglich auf 2500 Euro belaufen. Das Aufstellen soll der Bauhof übernehmen.

Aufgrund fehlender Mittel im Gemeindehaushalt verwarfen die Stadträte den Antrag für eine weitere Straßenlaterne im Ortsteil Miesbrunn auf Höhe der Friedhofsmauer.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.