Kraftquelle für Christen

Festprediger Pater Alcide Kragbe machte in seiner fast leidenschaftlichen Ansprache deutlich, dass die vom Kreuz ausgehende Botschaft immer Fragen aufwerfe und auch auf Ablehnung stoße. Bild: bey
Lokales
Pleystein
21.09.2015
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Das Fest der Kreuzerhöhung werde allen Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen "am Boden zerstört" sind, neue Hoffnung schenken, meinte Pater Alcide Kragbe. Deshalb müsse sich der Blick nach oben auf Jesus Christus richten.

Das Kreuz Christi ist Kraftquelle für alle Menschen und Christen, die Mitte der Glaubensgemeinschaft und der Kirche sowie das Zeichen der Gewaltlosigkeit Gottes. Das Fest der Kreuzerhöhung solle bewusstmachen, dass Gott die Menschen durch seine Teilnahme aus der Ohnmacht erlöse.

Gedanken über das Kreuz

Pater Kragbe stellte in seiner Festpredigt am Freialtar auf dem Kreuzbergplateau das Kreuz in den Mittelpunkt, dessen Bedeutung seit Beginn der christlichen Verkündigung unterschiedlichen Betrachtungsweisen unterliege. Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel hatten sich viele Gläubige nach der Messe in St. Sigismund am Sonntagvormittag der Prozession auf den Kreuzberg angeschlossen. Viele weitere Gläubige warteten auf dem Plateau. Pater Reinold Schmitt kündigte Pater Kragbe aus dem afrikanischen Staat Elfenbeinküste an, der den Gläubigen Gedanken über das Kreuz mit auf den Weg geben wolle. Schmitts Ankündigung, der Glaubensbruder predige mit "Herz und Hand" war dann auch kein leeres Versprechen.

Der Festprediger machte in seiner fast leidenschaftlichen Ansprache deutlich, dass die vom Kreuz ausgehende Botschaft immer Fragen aufwerfe und auch auf Ablehnung stoße. Dazu gehörten Gedanken, die Jesus am Kreuz Ohnmächtigkeit vorhalten, aber auch die Frage, ob Christus am Kreuz als Sieg oder Niederlage, Versagen oder Erlösung zu betrachten wäre. Das Kreuz sei aber ein Zeichen unüberwindbaren Gottvertrauens, das die Gläubigen ermächtige das Leben nach Gott auszurichten.

Das Kreuz lasse auf den endgültigen neuen Morgen hoffen, sagte der Pater. In schlimmen Stunden und Notsituationen gebe den Menschen der Blick zum Kreuz mehr als alle menschlichen Worte, war der Geistliche überzeugt. Das Kreuz sei Sinnbild und Symbol der Erhöhung Jesus. Der Männergesangverein unter Leitung von Alexander Völkl und die Stadtkapelle Pleystein um Markus Schulz begleiteten die Feier auf dem Kreuzberg.
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