Mit Energie an die Umsetzung

Lokales
Pleystein
19.10.2014
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Ein Wärmenetz für das Stadtzentrum Pleystein mit Vermarktung durch eine kommunale Gesellschaft wäre nach den Erkenntnissen des Technologie Campus Freyung ein wesentlicher Schritt zur Gestaltung der Energiewende.

Gleichzeitig steht im Energiekonzept die Empfehlung an die privaten Hausbesitzer, auf den Dachflächen kleine Photovoltaikanlagen mit optimierter Auslegung für den Eigenverbrauch zu installieren.

Bei der Abschlussveranstaltung im TSV-Sportheim vor rund 30 Zuhörern einschließlich mehrerer Stadträte nannte Bürgermeister Rainer Rewitzer die Fertigstellung des kompletten Energiekonzeptes für die Stadt nicht das Ende dieser Thematik.

Ingenieur Josef Pauli stellte den Energieverbrauch für kommunale Liegenschaften, Landwirtschaft, Industrie, Gewerbe und Haushalte vor. Damit verbunden war die Empfehlung an die Stadt, in der ersten Jahreshälfte 2015 einen Energiebeauftragten zu benennen. Dessen Aufgabe soll es sein, die im Energiekonzept beschriebenen Maßnahmen und Handlungsempfehlungen anzustoßen und zu begleiten.

Damit soll laut Pauli garantiert werden, dass die Ziele des Energiekonzeptes erreicht werden. Für die Umsetzung des Konzepts schlägt Pauli zudem ein "Energiekino" vor, in dem Bildungs- und Informationsveranstaltungen zu den Themen Energiesparen, Effizienzsteigerung und auch Klimaschutzkampagnen stattfinden könnten.

Außerdem sollten an den Schulen "Energiecoaches" eingesetzt werden, die Schüler für das Thema Energieverbrauch sensibilisieren und darüber informieren. Den Bürgern könnte ein Seminar "Dämmmaterialien und Anwendung" zusammen mit den einheimischen Handwerksbetrieben angeboten werden. Pauli spricht in seinem Konzept aber auch die Erweiterung der Biogasanlage in der Bartlmühle mit Satelliten-Blockheizkraftwerken an und will die vollständige Einbindung der Biogasanlagen Miesbrunn zur Stadtkernversorgung erreichen. Erneuerbare Energien rentieren sich nach Meinung Professor Dr. Wolfgang Dorners auch nach Abstrichen bei der Förderung. "Erneuerbare Energien bleiben relevant, allein schon wegen anhaltend hoher Energiepreise", war Dorner überzeugt. Klar sei, dass die Energiewende vor Ort stattfinden müsse.

Deshalb müssten in der Bauleitplanung der Kommunen die energetischen Aspekte berücksichtigt werden. Dann sei es in der Folge aber wichtig, die angedachten Maßnahmen konsequent umzusetzen. Das Energiekonzept sei wichtig, um künftige Schritte lenken zu können .
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