Musikalische Reise nach Paris

Der Salonabend im Hotel "Regina" beim Gastspiel des Salonorchesters der Musikhochschule Köln unter Leitung von Professor Albrecht Winter führte musikalisch vor allem in die Stadt der Liebe: Paris. Bild: bey
Lokales
Pleystein
02.04.2015
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"Paris, einfach nur zum Spaß", sang Udo Jürgens. So lässt sich auch das musikalische Erlebnis der Besucher des Salonabends im Hotel "Regina" beim Gastspiel des Salonorchesters der Musikhochschule Köln unter Leitung von Professor Albrecht Winter beschreiben.

Die jungen Musiker hatten sichtbaren Spaß, immer wieder "Paris als schönste Stadt der Welt" in perfekter Form erscheinen zu lassen. Für die Besucher war es ein Genuss, diese Stadt fernab des Ufers der Seine und ihren Schwänen, fast spürbar in jedem Winkel kennenlernen zu können.

Winter glänzend aufgelegt

Professor Albrecht Winter verstand es in seiner Moderation den vielen Gästen, darunter auch Weidens Oberbürgermeister Kurt Seggewiß mit Gattin Maria und Bezirksheimatpfleger Dr. Tobias Appl, die Stücke zu vermitteln. Im zweiten Teil des Abends mit Titeln von Gerhard Winkler oder Theo Mackeben kam dann manchem Gast mehr bekannte musikalische Klang, der sich mit der Stadt Paris verbindet, zum Vorschein.

Das Salonorchester begann mit der Ouvertüre der Operette "Die Verlobung bei der Laterne" von Jaques Offenbach. Der Komponist mit den Wurzeln in Köln stellte mit diesem Werk seine eigene persönliche Verbindung zu Paris her, meinte Winter in seiner Ansprache. Dann kündigte der Leiter des Salonorchesters eine "große Oper" im Hotel "Regina" an. Mit der Fantasie über die Oper "Faust" erlebten die Besucher eine wunderbare Folge von Melodien in einem Potpourri. Das Salonorchester machte bei dem Komponisten mit dem Stück "Reverie" und einem Violinsolo auch einen Abstecher nach Belgien.

Nach der Pause lud das Salonorchester zu einer Polonäse von Frederic Chopin an. Kompositionen von Emil Waldteufel und Leo Delibes schlossen sich an, bevor mit dem Musettewalzer "Toulouse" von Gerhard Winkler, einem der bekanntesten Komponisten der Nachkriegszeit, allgemein gängige Musik erklang. Das Publikum steigerte die Intensität seines Beifalls immer mehr und war schließlich beim musikalischen Abschluss "Paris, du bist die schönste Stadt der Welt" von Theo Mackeben bei den Standing-Ovations angekommen.

Musik vom Feinsten

Zweite Bürgermeisterin Andrea Lang sprach von einem "exorbitanten Kunstgenuss mit Musik vom Feinsten". Die höchsten Erwartungen, mit denen alljährlich die Gäste wohl wissend um das Können der Musiker der Musikhochschule Köln ins Hotel "Regina" kommen, seien wieder erfüllt worden, sagte Lang. Professor Winter hatte zu Beginn seiner Dankesworte gleich die Lacher auf seiner Seite. Er stellte nämlich nach vielen Jahren Aufenthalt im Hotel "Regina" fest, dass es mittlerweile auch bestes vegetarisches Essen gebe. Beim Nachdenken über die Entwicklung der Orchesterakademie habe sich gezeigt, dass seit der Gründung 2500 junge Musiker den Weg nach Pleystein gefunden haben. Die Menschen hätten als Erfahrung die Herzlichkeit der Stadt mit nach Hause genommen. Dieses gespürte Miteinander könne maßgeblich für das weitere berufliche Leben sein. "Viele haben hier etwas für das Leben gelernt."
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