Otto Walbrunn feiert 85. Geburtstag - Zahlreiche Vereine gratulieren und würdigen Engagement
Pädagoge, Autor und Heimatverbundener

Der Jubilar Otto Walbrunn hat sich nicht nur als Pädagoge, sondern auch als Autor einen sehr guten Ruf erworben. Bild: tu
Lokales
Pleystein
18.06.2015
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Das Herz des pensionierten Oberstudiendirektors Otto Walbrunn schlägt seit vielen Jahren für in- sowie ausländische Kunst und Kultur. Der gebürtige Pleysteiner, seit 45 Jahren in Schwandorf zu Hause, feierte am Montag seinen 85. Geburtstag. Mit der Rosenquarzstadt ist der "Hanserdudl-Otto" nach wie vor eng verbunden, wohnt doch hier sein Sohn Rainer mit seiner Frau Christa, die er oft besucht.

Buch über Bräuche

Walbrunn hat sich nicht nur als versierter Pädagoge, sondern unter anderem auch als Autor einen sehr guten Ruf erworben. Zu seinen Werken gehört die achtteilige Abhandlung über seine Kindheits- und Jugenderinnerungen an das Elternhaus in der Pleysteiner Altstadt, über damalige Sitten und Bräuche unter dem Titel "Drei Hektar und ein Bündel Genügsamkeit".

Walbrunn erblickte am 15. Juni 1930 als erstes von drei Kindern der Eheleute Hans und Margarete Walbrunn im kleinbäuerlichen Anwesen am Fuße des Kreuzberges das Licht der Welt. Nach dem an der Oberrealschule in Weiden absolvierten Abitur studierte er in München Biologie, Chemie und Geografie. Bevor er von 1970 bis zum Eintritt in den Ruhestand 1994 das Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium in Schwandorf leitete, war er 13 Jahre am Luitpold-Gymnasium in Wasserburg am Inn tätig. Er war erst 40 Jahre alt, als ihm das Kulturministerium die Leitung des Schwandorfer Gymnasiums übertrug.

Mit seiner natürlicher Autorität schaffte er es, an seiner Schule ein auf gegenseitiger Achtung basierendes Lehrer-Schüler-Verhältnis zu fördern. Gegen den Widerstand zahlreicher Kollegen startete er Reformen und realisierte zum Beispiel 1976 die vorzeitige Einführung der Kollegstufe. Seine Verbundenheit zu Böhmen hat er sich seit seiner Kindheit bewahrt. Die ersten Kontakte zu deutschsprachigen Siedlern aus dem Sudetenland hatte er schon als kleiner Junge. Damals blieben Bergfest-Wallfahrer aus dem Egerland über Nacht in Pleystein. Zusammen mit seinem Vater besuchte er im Gegenzug die Pilger in ihren Wohnorten jenseits der Landesgrenze. Seit seiner Schulzeit beschäftigt sich Walbrunn mit der Geschichte Böhmens. Seit 35 Jahren arbeitet er im Kulturellen Arbeitskreis Schwandorf mit und organisierte schon viele Studienreisen.

Große Bibliothek

Zu seinen Hobbys zählen neben dem Reisen, seiner beachtlichen Bibliothek und der Erkundung von Geografie und Geschichte das Fotografieren und das Wandern sowie früher das Bergsteigen. Der Fotoclub und der Oberpfälzer Waldverein Pleystein gratulierten. Glückwünsche übermittelten auch der Museumsarbeitskreis. Allee würdigten das Engagement des Jubilars um die Oberpfälzer und speziell um die Pleysteiner Heimat und die anschauliche Vermittlung seines reichen Wissensschatzes.
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