Pinguine bitten zum Tanz

Bürgermeister Rainer Rewitzer ließ sich von diesem Pinguin nicht aufs Glatteis, sondern auf die Tanzfläche führen. Bild: bey
Lokales
Pleystein
13.02.2015
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Wenn ein Marienkäfer mit einer Giraffe tanzt, der Bürgermeister von einem Pinguin aufs Parkett geholt wird, dann kann es sich nur um den Skihaserlball handeln. In der Faschingshochburg Pleystein war wieder jede Menge Gaudi angesagt.

Eine geheimnisvolle Frau aus dem Beduinenzelt schaute beim Foxtrott einem gefährlich dreinblickenden Löwen ins Auge und ein "Ehepaar" brachte seinen "Nachwuchs" im Kinderwagen mit. Mit solchen und vielen anderen Maskierungen und guten Ideen für Kostümierungen stand dem tollen närrischen Treiben nichts mehr im Weg. Der Skihaserlball am Donnerstagabend im Hotel "Regina" war an Farbenpracht kaum zu überbieten.

Die Einfälle der Besucher, sich fast bis zur Unkenntlichkeit zu maskieren, waren kaum mehr zu toppen. Die Gruppe aus dem Beduinenzelt marschierte auf, am Tisch daneben saßen wieder die Frauen vereint, die in den letzten Wochen die Papierrosen für den Prinzenwagen gefertigt haben. "Flower-Power-Tisch", nannte TSV-Vorsitzender Josef Windirsch spaßeshalber diese Besetzung.

Beim Skihaserlball des TSV-Skiclubs Pleystein sorgten die „Höidlbrummer“ für Stimmung. Höhepunkt waren die Mitternachtsshow der Prinzengarde und eine Maskenprämierung. Bilder von Walter Beyerlein



Gegen 21 Uhr sollte eigentlich die Prinzengarde ihre Mitternachtsshow zeigen. Aber da war dann noch Altbürgermeister Johann Walbrunn. In bewährter Art begrüßte er zunächst alle Gäste, ließ dann seinen Blick durch den Saal schweifen und sprach dann fast noch jeden einzeln an. Dabei vergaß er nicht, die persönlichen Begrüßungen mit Anekdoten oder mit der Gratulation zum Geburtstag zu verbinden.

So nannte er Ernst Müller aus Oberbernrieth den einstigen "Toni Sailer vom Nordhang", vergaß natürlich auch die Vertreter aus dem Stadtrat nicht, um letztlich doch das Parkett für die vorgezogene Mitternachtsshow der Prinzengarde freizugeben. Der "mystische Hexenzauber" entlockte den Gästen stürmischen Beifall. Erst nach einer Zugabe durften die Tänzer wieder ihre Bühne verlassen.

Nach diesem Auftritt wurde es spannend. Geheimnisvoll tauchten in Reihenfolge zwei große Pinguine auf, ein "Ehepaar" brachte sein "Kind" im Kinderwagen mit, Löwen tauchten auf, zwei "scharfe", recht bewegliche Senftuben gaben dem Ereignis eine zusätzliche Würze. Diese maskierten Besucher zeichneten sich außerdem durch völliges Redeverbot aus.

Nur ein Nicken gab es, wenn einer oder auch eine davon an die Bar eingeladen wurde. Getrunken wurde mit Strohhalmen, damit die Maske nicht abgenommen werden musste. Gegen 23.30 Uhr fielen die Masken und viele der Besucher trauten ihren Augen nicht, wer sich dahinter verborgen hatte.

Zum Gelingen dieses tollen Balls trugen aber auch die "Drei Höidlbrummer" bei, die mit ihrer Musik zum einen die Tanzfläche füllten oder auch einfach zum Schunkeln aufforderten. Die Polonäse, angeführt von Bürgermeister Rainer Rewitzer, nahm fast kein Ende mehr, und war ein weiterer großer Stimmungsmacher.
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