Pleysteins Bürgermeister hofft auf Hilfe von MdB bei städtebaulicher Entwicklung
Das Schöne der Stadt betonen

Lokales
Pleystein
13.03.2015
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MdB Albert Rupprecht besuchte am Mittwochnachmittag die Firma Kochendörfer. Bürgermeister Rainer Rewitzer nutzte die Gelegenheit, dem Bundestagsabgeordneten von seinen Sorgen um die städtebauliche Entwicklung Pleysteins zu erzählen. Ziel müsse es sein, das Schöne der Stadt herausheben und Atmosphäre zu schaffen. Dafür sei aber eine finanzielle Unterstützung notwendig. Rupprecht hält eine "Anpassung der Förderkulisse" für notwendig, die auch die demografische Entwicklung berücksichtigt. Der Denkmalschutz sei wichtig, um den ursprünglichen Charakter zu erhalten, die Moderne dürfe aber mit einbezogen werden.

Kochendörfer-Chef Ingo Giersemehl indes sprach über seine Erfahrungen bei seiner Reise mit einer deutschen Delegation unter Leitung von Außenminister Frank-Walter Steinmeier nach Ruanda und dem Kongo. Giersemehl betonte die Notwendigkeit der Gespräche mit der politischen Führung in diesen Ländern: "Das führt zu einer besseren Wahrnehmung. Jeder kann sich anschließend ein Bild von seinem Gegenüber machen."

In Ruanda sei eine klare politische Linie zu erkennen, die Wirtschaft sei Spitze und die Sicherheit gewährleistet. Anders seit die Situation im Kongo. Dort gebe es schwierige politische Voraussetzungen. In beiden Ländern sei ein riesiges Potenzial für Wasserkraft vorhanden, erklärte der Firmenchef.

Der Nachteil für deutsche Unternehmen sei die fehlende Unterstützung durch die Bundesrepublik. Andere Länder würden Produkte einschließlich deren Finanzierung anbieten. Giersemehl bedauerte, dass die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) sich nur mit Vorhaben mit einem finanziellen Volumen von mehr als 30 Millionen Euro befasse. Die Summe sei für kleine mittelständische Unternehmen jedoch utopisch.

Giersemehl sah aber auch die Notwendigkeit der Entwicklungshilfe. Für die Menschen müssten Alternativen und Arbeitsplätze geschaffen werden. Was das Thema Energie betrifft, sieht der Firmenchef keine Chance für dezentrale Dorflösungen durch kleine Kraftwerke. Rupprecht sicherte zu, seine Kontakte zur DEG und zur Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) zu nutzen, um dem Mittelstand beim Einstieg in diesen Ländern behilflich zu sein.
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