"Pulver Helau"

22 Maschkerer stürmten am Montag die Pleysteiner Sängerhochburg. Bild: tu
Lokales
Pleystein
04.02.2015
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Die öffentliche Singstunde des Männergesangvereins beim "Böllerten" war ein Ulk der besonderen Art, wie man ihn nur in Pleystein kennt. Zum Schluss fielen die Masken.

"Bombastisch, das war eine tolle Faschingsnacht", lautete das Resümee von Altbürgermeister und Sangesbruder Hans Walbrunn. Er meinte damit die öffentliche Singstunde des Männergesangvereins 1895, die jährlich die heiße Phase des Faschings in der alten Hochburg des Frohsinns einleitet. Dieser traditionelle Sängerrummel zählt seit Jahrzehnten zu den schönsten und urigsten Veranstaltungen in der Großgemeinde.

Am Montag war es wieder soweit in den rustikalen Gewölben beim "Böllerten" im "Pleysteiner Hofbräuhaus". Der "Pilsen-Express" aus Böhmen ließ nach dem Startschuss durch Chorleiter Alexander Völkl um 21 Uhr im Pulverland gehörigen Dampf ab und spielte von Anfang an zünftig auf, so dass bald prächtige Stimmung im Gasthaus Völkl herrschte. Vorsitzender Karl Herrmann begrüßte im voll besetzten Vereinslokal die jungen und älteren Sangesbrüder aus den eigenen Reihen, eine starke Abordnung aus der "Böhmischen Stub'n", angeführt von ihrem Kapitän, Stadtrat Werner Rieß, und aus dem Umland die weiteren Besucher, die sich alle sehr einfallsreich kostümiert hatten. So präsentierte sich beispielsweise Stadtrat Hans Weig als umtriebiger Heiratskandidat, sein Ratskollege Helmut Rewitzer sorgte als roter Pirat für Aufsehen, während Bürgermeister Johann Walbrunn als passionierter "Sechziger-Fan" mit seinem blauen Outfit die Blicke auf sich zog.

Sängerdomizil gestürmt

Die Fete erreichte gegen 22 Uhr ihren Höhepunkt, als zahlreiche Maschkerer mit einem donnernden "Pulver Helau" das Sängerdomizil stürmten und im Gänsemarsch durch die beiden Wirtsstuben zogen. In der maskierten Parade waren Clowns, Hexen, Gespenster, Bauernsleute, Scheichs, Haremsdamen, Nonnen, Betthupferln und Putzfrauen vertreten. Zwei Stunden brachten dann die 22 Maschkerer die Sänger und ihre Gäste mit zahlreichen Tanzrunden gehörig ins Schwitzen, ehe "Oberlöwe" Hans Walbrunn und Bürgermeister Rainer Rewitzer, der als "Höidlbrummer" originell kostümiert war, mit der Demaskierung dem heiteren Spuk gegen Mitternacht ein Ende bereiteten.

Geheimnis gelüftet

Unter großem Applaus ließen die so phantasievoll verkleideten Jecken die Larven fallen. Es handelte sich um Prinz Stefan Essler, Stadträtin Andrea Lang, Monika Schödl, Daniela Friedl, Alexandra Hartwig, Alexandra Moll, Andrea Rewitzer, Claudia Stahl, Sonja Willax, Claudia Herrmann, Sophia Lang, Christoph Müllhofer, Andrea Herrmann, Conny Wein, Julia Helm, Kevin Volz, Maria Weig, Maria Janker, Sabine Weiß, Sandra Hortig, Corinna Schödl und Michaela Stemmer. Sie erhielten als Dankeschön für ihren tollen und auch Schweiß treibenden Auftritt je ein Fläschchen Sekt. Bis zum frühen Morgen dauerte die turbulente Faschingsfete an.
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