Sales-Oblaten ein Volltreffer

Im September 1965 gab es im Kloster auf dem Kreuzberg sechs Novizen, darunter der spätere Novizenmeister sowie Provinzial Konrad Haußner (vorne, links). Darüber freuten sich Stadtpfarrer Dekan Joseph Wittmann, Provinzial Pater Franz Schauer aus Wien, Bürgermeister Max Piehler und Novizenmeister Pater Alois Bachingerin (hinten, von links). Repro: tu
Lokales
Pleystein
03.06.2015
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Im Herbst 1964 machte in Pleystein die Nachricht die Runde , dass der Augustinerkonvent im Kreuzbergkloster aufgelöst werden soll. Nach erfolglosen Verhandlungen mit verschiedenen Kongregationen gelang dem damaligen Pfarrer Joseph Wittmann ein Volltreffer.

Die Verantwortlichen der Pfarrei St. Sigismund und der politischen Gemeinde arbeiteten bei der Suche nach einem Nachfolger-Orden Hand in Hand. Der damalige Bürgermeister Max Piehler und vor allem Stadtpfarrer und Dekan Wittmann machten sich ihre weitreichenden Verbindungen zu kirchlichen Behörden zunutze, um einen neuen Orden zur Betreuung des Heiligtums auf dem ehemaligen Schlossberg zu gewinnen.

Erster Pater Karl Reber

Die Oblaten des heiligen Franz von Sales erklärten sich schließlich bereit, sich in Pleystein niederzulassen. Am 11. Mai 1965 traf als erster Pater Karl Reber ein, am 25. Mai 1965 erfolgte die offizielle Übernahme des Klosters. Zu Pater Reber gesellten sich im Juli 1965 noch Novizenmeister Pater Alois Bachinger, der später von 1985 bis 1997 Priovinzial war, neun Novizen und Bruder Klemens als Koch.

Für die zwölf Ordensangehörigen reichten jedoch der Platz nicht aus. Das Provinzialat in Wien äußerte daher den Wunsch, noch zwei bis drei Räume auszubauen. Außerdem waren noch weitere Maßnahmen im Gebäude erforderlich. Nach Fachgutachten wurden dafür 60 000 bis 70 000 Mark veranschlagt.

Die Finanzlage der Kommune war damals aber so angespannt, dass sie diese Kosten nicht tragen konnte. Deshalb starteten Pfarrer Wittmann und Bürgermeister Piehler einen Spendenaufruf an die Bevölkerung, der seine Wirkung nicht verfehlte. Die Sanierung kostete am Ende 75 000 Mark, Novizenmeister und Novizen erledigten einen erheblichen Teil der Arbeiten selbst. Am 16. September 1965 erfolgte in der Kreuzbergkirche die Einkleidung von fünf Novizen.

Pater Bachinger wurde im September 1968 zu anderen Aufgaben berufen. Nachfolger als Novizenmeister wurde Pater Karl Sebald. 1974 wurde das Noviziat nach Eichstätt verlegt. Von 1989 bis 1993 war es dann wieder in Pleystein. Novizenmeister Pater Konrad Haußner bereitete in diesen vier Jahren junge Männer im Salesianum auf den Ordensberuf vor. Er gehörte 1965 zu den ersten Novizen im Kreuzbergkloster und war 1997 bis 2009 Provinzial, also der Obere der österreichisch-süddeutschen Provinz der Oblaten.

Benefiziatsprovisoren waren Pater Reber (1965 bis 1969 und 1997 bis 2008), Pater Josef Zehetner (1969 bis 1974), Pater Josef Novak (1974), Pater Walter Roth (1974 bis 1976), Pater Konrad Beitner (1977), Pater Alfred Blöth (1977 bis 1980), Pater Franz Schaberger (1980 bis 1985), Pater Alois Glund (1985 bis 1992 und von 1994 bis 1996), Pater Anton Steinberger (1992 bis 1994), Pater Hans Ring (1997) und seit 2008 Pater Reinhold Schmitt. Am 1. September 1966 übernahmen die Oblaten auch die Betreuung der Pfarrei St. Sigismund. Erster Stadtpfarrer aus ihren Reihen war Pater Andreas Pfeiffer. Ihm folgte von 1980 bis 1987 Pater Alfred Blöth und von 1987 bis 2003 Pater Albert Neugirg. Seit September 2003 leitet Pater Ring die Pfarrgemeinde.

Hauptaufgabe des Ordens

Ihre Hauptaufgabe sehen die Sales-Oblaten darin, Leben, Lehre, Werk und Spiritualität des heiligen Franz von Sales auf allen möglichen Gebieten zu leben und zu verbreiten. Dies geschieht vor allem in der Seelsorge, in Schule und Erziehung sowie in der Missionsarbeit.
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