Sonderschau "Mineralien der Pegmatite" von 26. September bis 24. Oktober - Am Samstag Geotour
Von der Kreide ins Grundgebirge

Lokales
Pleystein
04.09.2010
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Die nächste Sonderausstellung im Stadtmuseum ist schon in Vorbereitung. "Mineralien der Pegmatite" heißt das Gemeinschaftsprojekt von Museumsarbeitskreis, Geopark Bayern-Böhmen sowie der Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie Bezirksgruppe Weiden (VFMG).

"Von 26. September bis 24. Oktober werden unsere historische Ferdinand-Lehner-Sammlung und die Leihgaben des Pleysteiner Gesteinsexperten Andreas Reichenberger mit ebenfalls absolut sehenswerten Exponaten aus den Privatsammlungen von Martin Füßl, Wolfgang Bäumler und Berthold Weber in vier zusätzlichen Vitrinen ergänzt", informierte Museumsleiterin Grete Reger.

Pegmatite weltberühmt

"Die Pegmatite der nördlichen Oberpfalz sind wegen ihrer Mineralbildungen weltberühmt", betont Mitaussteller Berthold Weber aus Weiden. An erster Stelle seien hier die Phosphatmineralien von Hagendorf-Süd, Hagendorf-Nord und dem Kreuzberg zu nennen. Doch auch viele weitere Vorkommen, unter anderem in Brünst und Irchenrieth, hätten das Interesse von Mineraliensammlern geweckt.

Am Wochenende findet in Wunsiedel die Bundestagung der Vereinigung der Freunde der Mineralogie und Geologie statt. Dazu organisieren Professor Dr. Harald Dill von der Bundesanstalt für Geowissenschaften in Hannover und Berthold Weber, beide in Pleystein seit Jahren durch Fachvorträge und Exkursionen bestens bekannt, am Samstag eine Bustour durch die Oberpfalz unter dem Motto "Von der Kreide ins Grundgebirge". Die Route führt über Erbendorf, Parkstein, Freihung entlang der Fränkischen Linie weiter über Weiden und Wernberg ins kristalline Grundgebirge nach Pleystein und Waidhaus.

Legendärer Stollen

Die Gruppe wird gegen 13 Uhr in Pleystein sein, um das Museum zu besichtigen, den Kreuzberg zu besteigen und auch eine Untertage-Begehung des legendären Bergwerk-Stollens in der Ostwand des ehemaligem Schlossbergs zu absolvieren. Nächstes Ziel ist das Feldspatwerk Silbergrube der Firma Max Schmidt in Waidhaus mit Grubenbesichtigung und Suche nach seltenen Phosphatmineralien, die vereinzelt im Gestein vorkommen. Auf der Rückfahrt von Wunsiedel legen die Teilnehmer noch einen Zwischenstopp in Flossenbürg ein.
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