Spielend besser lernen

Die Schülerinnen und Schüler können es kaum erwarten, die unterschiedlichen Spiele auszuleihen. Bei der Übergabe waren Abordnungen aus den Klassen 1 bis 6 in die Pausenhalle gekommen und freuten sich über diesen großartigen Gewinn. Bild: tu
Lokales
Pleystein
10.01.2015
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Die Zottbachtal-Grundschule beteiligte sich erfolgreich an der Ausschreibung der Initiative "Spielen macht Schule". Nun können es die Buben und Mädchen kaum erwarten, sich in das Vergnügen zu stürzen.

Konrektorin Christa Walbrunn stellte ihre originellen Vorstellungen für ein Spielezimmer" vor. Förderlehrer Hans Messer hatte über 60 passende Angebote ausgesucht.

Die Initiative "Spielen macht Schule" riefen der Verein "Mehr Zeit für Kinder" und das ZNL-Transferzentrum für Neurowissenschaften und Lernen 2007 ins Leben. Alle 16 Kultusministerien unterstützen sie. Um ein Spielezimmer für die Grundschule zu gewinnen, hatten die Schulen bis Juni 2014 Zeit für eine individuell erarbeitete Bewerbung. Eine Fachjury prämierte die besten Konzepte. 2014 gab es 205 Gewinner in den 16 Bundesländern. Das Konzept von Walbrunn überzeugte die Jury, und so konnten die Schülerinnen und Schüler der Zottbachtalschulen Pleystein mehr als 60 Spiele in Empfang nehmen.

Kooperativ handeln

"Die umfangreiche Ausstattung ist eine tolle Bereicherung. Gemeinsames Spielen lockert den Schulalltag nicht nur auf, sondern vermittelt Kompetenzen, die das Zusammenleben und Zusammenarbeiten erleichtern. Die Schüler lernen kooperativ zu handeln, kreative Ideen zu entwickeln, sich zu konzentrieren und zuzuhören sowie mit Sieg und Niederlage umzugehen und Regeln einzuhalten. Ganz nebenbei werden Gedächtnis und logisches Denken trainiert und die Fantasie angeregt", sagte Walbrunn bei der Präsentation des ansehnlichen Sachgewinns. Hintergrund des Projekts seien Erkenntisse der modernen Hirnforschung. Sie würden zeigen, dass aktive Erfahrungen mit haptischen und visuellen Reizen, wie sie das klassische Spielzeug bietet, förderlicher sind als die passive Erfahrungsvermittlung beispielsweise durch das Fernsehen.

Gegen TV-Flut

"Schon Kinder im Grundschulalter sind dem ständig wachsenden Einfluss von Bildschirm-Medien wie Internet, PC-Spielen und Konsonlen ausgesetzt. Bewegung und Kreativität, wichtige Faktoren für die kindliche Entwicklung, bleiben dabei auf der Strecke. Dem immer stärker werdenden Einfluss der Bildschirm-Medien möchte die Initiative ,Spielen macht Schule' entgegenwirken", betonte die Konrektorin.
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