Störche und Libellen im Anflug

Am Mitterberg oberhalb der Steinbacher Flur wurden im Revier Pleystein kleine Weiher und Tümpel angelegt. Leiter Thomas Parton ist überzeugt, mit den neuen Wasserflächen für die unterschiedlichen Tierarten wieder die richtigen Lebensräume geschaffen zu haben. Bild: bey
Lokales
Pleystein
20.11.2015
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Das Revier Pleystein mit seinem Leiter Thomas Parton bewirtschaftet als Teil des Forstbetriebs Flossenbürg den Staatswald rund um die Stadt. Die Verantwortlichen legen Wert auf eine Multifunktionsforstwirtschaft Wert, die allen Aufgaben eines Walds gerecht wird.

Dies ist nicht nur die Zweckbestimmung als Lieferant des einheimischen Rohstoffs Holz. Der Wald muss auch als wichtigen Lebensraum für Tiere erhalten oder gar verbessert werden. Deshalb wurden im Revier Pleystein mehrere Feuchtbiotope wieder hergestellt. Diese neuen Wasserflächen sind Garant für den Schutz und Erhalt der Tiere, die diese als Lebensraum bevorzugen.

Somit werden wieder Frösche, Molche, Libellen und selbst Fische in und um diese Wasserflächen heimisch und bereichern die Natur. Nicht zu vergessen, dass auch der seltene und geschützte Schwarzstorch diese Feuchtbiotope gern annimmt.

Um 1990 angelegt

Parton stellte am Donnerstag die Wasserflächen und Biotope am Mitterberg oberhalb der Steinbacher Flur nahe Rammelsleuthen vor. Diese Tümpel wurden laut Parton in ihrem Ursprung um 1990 angelegt, verlandeten aber in den nachfolgenden Jahren und verloren somit ihre ursprüngliche Funktion. In diesem Waldstück hat der Revierleiter mit Unterstützung der Firma Hartinger aus Kleinschwand drei eng aneinander anliegende Wasserflächen herstellen lassen. Das kleine Ablassbauwerk in einem Weiher, ein sogenannter Mönch, deutet darauf hin, dass früher vielleicht dort sogar Fische gehalten wurden.

In der größeren Wasserfläche haben die Arbeiter eine kleine Insel als Rückzugsraum für Wassertiere geschaffen. Auf der Insel hat der Baggerführer einen weiteren geschützten Platz für Vögel angelegt. Er hat einen Baum mit dem Wurzelwerk nach oben in die Insel eingegraben. Vögel entdecken das Wurzelwerk erfahrungsgemäß innerhalb kürzester Zeit als Nistplatz. Eine weitere vergleichbare Maßnahme wurde im Fuchsenberg zwischen Trutzhofmühle und Finstermühle umgesetzt.

Unterschiedliche Tiefen

Diese wasserführenden Biotope sind gerade in einem trockenen Jahr wie 2015 für bestimmte Tierarten lebenswichtig, betonte der Revierleiter. Um allen gerecht zu werden, haben die Biotope und Wasserflächen unterschiedliche Tiefen. Wurzelstöcke dienen zusätzlich als Unterstände und Verstecke für die Tiere. Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Weiden, unterstützt das Vorhaben finanziell.

Die Maßnahmen im Revier gehen konform mit dem Aktionsjahr "Waldnaturschutz 2015", das Forstminister Helmut Brunner ausgerufen hat. Der Minister weist darauf hin, dass "Schützen und nutzen" als Motto des bayerischen Wegs bei der Waldwirtschaft Erfolge zeige und deshalb die bayerischen Wälder durch die gemeinsame Arbeit von Waldbesitzern und Forstleuten in hervorragendem ökologischen Zustand seien.
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