Verbindende Kunst

Die Künstler Claudia Biller-Fütterer, Gerda Gillitzer und Jan Dolejs (von links) präsentieren im Stadtmuseum einige ihrer Werke. Bild: tu
Lokales
Pleystein
09.04.2015
28
0

Das Stadtmuseum macht sich mit einem Künstlertrio "Auf zu neuen Ufern". Dabei darf auch ein Blick nach Tschechien nicht fehlen.

Ein grenzüberschreitendes Ausstellungsforum für Malereien und Skulpturen bietet die Einrichtung Gerda Gillitzer, Claudia Biller-Fütterer und Jan Dolejs. Am Mittwoch, 29. April, wird im Kultursaal um 19 Uhr die Sonderschau des Museumsarbeitskreises "Auf zu neuen Ufern" mit einem breiten Spektrum an sehenswerten Unikaten eröffnet.

Mehrmals ausgestellt

Mit dabei ist Gillitzer aus Pleystein. Die in Wien geborene und in der Wachau aufgewachsene vielseitig begabte Frau von Ex-Schulleiter Josef Gillitzer lebt seit 1960 in der Rosenquarzstadt. Ausgestellt hat sie unter anderem schon in München und Ludwigsburg, aber auch im City-Center und in der Galerie im Alten Schulhaus in Weiden. Bei Präsentationen des Oberpfalzvereins sowie des Oberpfälzer Kunstvereins (OKV) ist die Kunsthandwerkerin ebenfalls regelmäßig vertreten.

Sie genießt einen sehr guten Ruf als Herstellerin von exklusiver Kunst-Keramik für Haus und Garten. Wobei die außergewöhnliche Glasurtechnik besticht. Angefangen hat alles mit einem Töpferkurs der Volkshochschule. Aber dabei blieb es nicht. Vom französischen Künstler und Töpfer Michel Anasse aus Vallauris angespornt und beraten, brachte Gillitzer ihr Handwerk, das zur Passion geworden ist, zur Perfektion.

Sie ist aufgeschlossen für neue Herausforderungen. "Ich habe stets meine Ohren und Augen offen, genauso wie meine Gedanken. So, hoffe ich, kann ich noch sehr viel dazulernen und Neues entdecken."

Die Zweite im Bunde ist Biller-Fütterer aus Vohenstrauß. Die gebürtige Weidenerin ist seit 2007 Mitglied im OKV und seit 2008 beim Kunstverein Weiden. Die Autodidaktin, die sich durch Seminare an der Kunstakademie Bad Reichenhall weitergebildet hat, war unter anderem mit ihren Bildern bei den OKV-Ausstellungen in ihrer Heimatstadt, aber auch in Weiden am See (Österreich), in Macerata (Italien) und in Pilsen im Westböhmischen Museum präsent.

2008 wurde eines ihrer Exponate für die Ausstellung "Zeitgenössische Bildende Kunst" beim 37. Nordgautag in Tirschenreuth ausgewählt. Ihre Bilder sind von der Dynamik in der Struktur geprägt und fordern den Betrachter und dessen Fantasie. Sie erschließen sich erst auf den zweiten Blick. Oft arbeitet Biller-Fütterer Fragmente wie Holz, Papier oder Draht ein. Sie verwendet aber auch schon mal Kamin-Asche.

Mehrer Farbschichten

Eine interessante Oberflächenstruktur ist ihr wichtig. Durch Verdichten mit mehreren Farbschichten setzt sie bildnerische Energie und Tiefe frei. Häufig nimmt die sie Inspirationen aus der Natur zur kreativen Vorlage, wie klaffende Mauern, Tiergestalten, landschaftliche Strukturen oder surreale Formen. Farbharmonie hat jedoch Vorrang.

Zu den beiden Künstlerinnen aus dem Altlandkreis Vohenstrauß gesellt sich Dolejs aus Pilsen. Er studierte an der Pädagogischen Fakultät der Westböhmischen Universität, Fachrichtung Kunsterziehung und Englisch. Unter seinen Professoren befinden sich auch die Namen von bedeutenden Künstlern wie Jirí Novák, Vladivoj Kotyza und Skardová Nadežda. Sein Studium beendete Dolejs mit einer Diplomarbeit aus dem Bereich Grafik mit dem Thema "Ätzdruck mit Tiermotiven im natürlichen Umfeld".

Bis 2004 lehrte er Ästhetik und Englisch am Gymnasium in Pilsen. Derzeit ist er am Sprachlehrstuhl der Wirtschaftsfakultät an der Universität in Pilsen tätig. Er widmet sich vor allem der Landschaftsmalerei, der Zeichenkunst und der Aquarellmalerei.

Besichtigt werden kann die Sonderpräsentation "Auf zu neuen Ufern" bis 15. Juli während der Öffnungszeiten im Stadtmuseum von Dienstag bis Sonntag, jeweils von 10 bis 11 Uhr.
Weitere Beiträge zu den Themen: April 2015 (8563)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.