Veronika Hartung zur letzten Ruhe gebettet
Hilfsbereit in Kirche und Familie

Lokales
Pleystein
23.03.2015
2
0
Am 15. März ist Veronika Hartung, Stadtgraben Ost 19, im Alter von 89 Jahren gestorben. Die Kräfte der Seniorin hatten in diesem Jahr spürbar nachgelassen. Eine große Trauergemeinde erwies ihr am Freitag die letzte Ehre.

Im Requiem in der Sigismundkirche erinnerte Stadtpfarrer Pater Hans Ring an die Lebensstationen. Die "Gmeiner Vroni" wurde am 13. April 1925 in der Rosenquarzstadt geboren. Sie wuchs mit zwei älteren Schwestern auf, lernte nach dem Schulabschluss bei der Firma Drabsch Schneiderin und arbeitete dort einige Jahre als Gesellin.

Den Bund der Ehe schloss sie 1949 mit dem Porzellandreher Josef Hartung. Die drei Söhne Rudolf, Siegfried und Wilhelm vervollständigten die junge Familie. Zum Lebensunterhalt trug Hartung durch ihr berufliches Schaffen unter anderem bei der Firma Leistritz bis zum Eintritt in den Ruhestand bei. Ein schwerer Schicksalsschlag traf die Jubilarin, als 1997 der Ehemann starb. 48 Jahre hatten sie das Leben miteinander geteilt. Seitdem lebte sie alleine in ihrem schmucken Häuschen, wo sie aber regelmäßig von ihren Angehörigen besucht wurde.

Ihr ganzer Stolz waren die fünf Enkelkinder. Ihre Angehörigen waren ihr stets ein besonderes Anliegen, und sie nahm bis zuletzt regen Anteil an deren Leben. Die Geburt des ersten Urenkels erlebte sie nicht mehr mit. Viele Jahre putzte Veronika Hartung ehrenamtlich die Wallfahrtskirche auf dem Kreuzberg. Sie erfreute sich wegen ihres ruhigen, persönlich genügsamen, hilfsbereiten und zufriedenen Wesens allgemeiner Beliebtheit.

Gerne besuchte sie die Veranstaltungen des Seniorenclubs St. Sigismund, unternahm kleine Spaziergänge. Sie versorgte sich selbst, bis es ihr aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich war. Die letzten Jahre wurde sie tagsüber von der Pflegeeinrichtung "Herbstsonne" in der Tagesstätte betreut. Dort empfing sie auch regelmäßig die Krankenkommunion.

Ende Februar musste sie ins Krankenhaus eingeliefert werden. Danach konnte sie nicht mehr in ihr Haus zurückkehren. Sie wurde zur Kurzzeitpflege im Pflegeheim "Wohnen am Kreuzberg" aufgenommen, wo sie am 12. März noch die Messe mitfeierte. Überhaupt hatte eine gute Beziehung zu Gott ihr Leben stets geprägt. Der Seelengottesdienst sowie die Beerdigung gestaltete der Kirchenchor unter Leitung von Alexander Völkl mit. (tu)
Weitere Beiträge zu den Themen: März 2015 (9461)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.