Asylbewerber im ehemaligen BRK-Heim "Am Sonnenhang"
Einzug nicht vor Februar

Politik
Pleystein
25.11.2016
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Das ehemalige BRK-Heim "Am Sonnenhang" wird frühestens im Februar 2017 von Asylbewerbern bezogen. Das ist eine der Kernaussagen von Bürgermeister Rainer Rewitzer in der Bürgerversammlung am Donnerstagabend im Hotel "Regina".

Untergebracht werden vorwiegend anerkannte Flüchtlinge mit ihren Familien im Anschluss an das Anerkennungsverfahren. Die Finanzen der Stadt werden durch eine Stabilisierungshilfe des Freistaates Bayern in Höhe von 800 000 Euro großzügig unterstützt.

Erfreulich viele Bürger aus der Stadt selbst und dem Ortsteil Miesbrunn, ein fast kompletter Stadtrat und Stadtpfarrer Pater Hans Ring zeigten im nahezu vollbesetzten Saal des Hotels "Regina" ihr Interesse an dem Geschehen in der Stadt.

Der Rathauschef berichtete über die Entwicklung im ehemaligen BRK-Heim, für dessen Umnutzung zum Wohnheim für Asylbewerber das Landratsamt Neustadt/WN am 25. Januar 2016 die Baugenehmigung mit zeitlicher Befristung bis 31. Dezember 2021 erteilt hat. Die Leitung der Einrichtung übernehme ein Mitarbeiter der Regierung der Oberpfalz, der aktuell das Asylbewerberheim "Camp Pitmann" in Weiden führt. Derzeit leben in dezentralen Unterkünften in Pleystein 21 Flüchtlinge, aufgeteilt in 10 Iraker, 6 Syrer, 4 Kosovaren und 1 Flüchtling ungeklärter Nationalität.

Der Bürgermeister machte deutlich, dass die Stadt bei vielen Themen "außen vor" sei und nicht beteiligt werde. Er setze jetzt die Hoffnung auf ein gutes Miteinander der künftigen Bewohner mit den Bürgern der Stadt. Ausführlich befasste sich das Stadtoberhaupt mit den Finanzen und hob die Gewährung der Stabilisierungshilfe in Höhe von 800 000 Euro durch den Freistaat Bayern hervor. Rewitzer informierte nochmals über die Möglichkeiten zur Änderung der Wasserverbrauchsgebühren.

Wieder mehr Spenden


Als erfreulich nannte der Rathauschef die wieder zunehmende Spendenbereitschaft für die Sanierung des Kreuzbergklosters. Hier haben der Katholische Frauenbund mit 4000 Euro und die Altstadtfreunde mit 5000 Euro einen deutlichen Anschub gegeben, lobte das Stadtoberhaupt.

Umfassend sprach er Baumaßnahmen des zu Ende gehenden Jahres an und nannte hier besonders die gut gelungene Neueindeckung der Friedhofskapelle, die Verputzarbeiten am Stadtmuseum, Baumbeseitigungs- und Pflegearbeiten sowie die Absenkung von Gehwegen am Marktplatz zur Barrierefreiheit. Die Sanierung des Stadtweihers mit seiner Brunnenanlage habe sich in jedem Fall rentiert, betonte das Stadtoberhaupt. Trotz dieser Maßnahmen sei 2016 eher ein Jahr der Planung mit der Vorbereitung von Projekten für 2017 gewesen.

Mit Blick auf Probleme in der Kanalisation und den dort vorhandenen Pumpwerken appellierte Rewitzer an die Bevölkerung, Feuchttücher, Hygieneartikel und Verbandsmaterial ausschließlich über den Restmüll zu entsorgen. Das in die häusliche Toilette eingeworfene und in der Fortsetzung in der Kanalisation befindliche Material sorge durch Beeinträchtigung der Pumpen für erheblichen Reparaturaufwand.

Eine weitere eindringliche Bitte ging an die Hundehalter, wenn sie mit ihrem "Zamperl" zum Grabgang auf den Friedhof gehen. Vermehrt seien Beschwerden eingegangen, dass Hundekot Gehwege und Gräber verunreinige. Es gebe vor den Eingängen genügend Möglichkeiten, den Hund für die Dauer des Friedhofsbesuches anzuleinen.

Eindringlich bat Rewitzer, die unterschiedlichen Angebote im Kindergarten St. Elisabeth zu nutzen. Für die Zottbachtalschule mit derzeit 149 Schülern gebe es eine relative Planungssicherheit etwa bis zum Jahr 2020.

Freibad bleibt ein Thema


Im neuen Jahr will die Stadt den Ausbau des Gehweges in der Vohenstraußer Straße, die Sanierung der Kühbühlquellen, die energetische Sanierung der Grundschule Zottbachtal mit dem Verwaltungstrakt in Angriff nehmen, den Brückenbau über die Pfreimd bei Burkhardsrieth forcieren und je nach Haushaltslage über weitere Investitionen sprechen, sagte der Bürgermeister. Das Freizeitzentrum mit seinem Freibad soll in den nächsten Jahren umfangreich saniert werden, um den weiteren Betrieb der Einrichtung sicherzustellen.
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