Bauausschuss beschäftigt sich mit Freibad und Bauhof
Nicht auf dem Trockenen sitzen

Bademeister Hubert Rewitzer (Sechster von links) erläuterte den Bauausschussmitgliedern und den Vorsitzenden des Freibadfördervereins die notwendigen Sanierungsarbeiten im Freibad. Bild: bey
Politik
Pleystein
20.04.2016
88
0

Über 40 Jahre ist das Pleysteiner Freibad alt. Werden keine gravierenden Unterhaltungsmaßnahmen in den kommenden Jahren durchgeführt, wird diese Einrichtung der Vergangenheit angehören.

Bei einer Besichtigung des Freibads schilderte Bademeister Hubert Rewitzer dem Bauausschuss die Probleme. Undichte Dächer, marode Schwimmbecken, dazu eine immer mehr uneben werdende Umrandung der Becken, eine möglicherweise einzurichtende neue Mess- und Regeltechnik machen die Aufstellung eines Gesamtplans zur Sanierung notwendig.

Finanzielle Hilfe nötig


Herbert Stahl würde dann am liebsten auf den Dachflächen eine Terrasse zur Bewirtung von Gästen, auch von außerhalb des Freibades, einrichten. Bürgermeister Rainer Rewitzer machte klar, dass es mit "weiteren Rundgängen" im Bad nicht mehr getan ist. Es sei ein Gespräch unter Einbeziehung des Fördervereins nötig, um zu erörtern, wie eine Sanierung im Detail aussehen müsse. Ohne finanzielle Hilfe, gleich woher sie auch komme, sah Stahl erhebliche Probleme. Er zog dabei Vergleiche zur Silberhütte, deren Erhalt auch mit staatlicher Hilfe gefördert worden sei.

Der Rathauschef stellte fest, dass ein Fortbestand des Freibads ohne große finanzielle Unterstützungen nicht möglich sei. Deshalb soll in Zusammenarbeit mit einer Fachfirma eine Kostenermittlung über die gesamten notwendigen Ausgaben erstellt werden. Zudem plant Rewitzer, die Kommunalaufsicht beim Landratsamt einzuschalten, die ihre Zustimmung bei der Aufnahme eines Kredits geben müsste.

Pläne für neue Bauhofhalle


Doch das sind nicht die einzigen großen Ausgaben, die auf die Stadt zukommen. Ähnliches erlebte das Gremium auch bei der Besichtigung des städtischen Bauhofs. Im ehemaligen Lagerhaus ist das Dach beschädigt. Zudem ist das Gebäude als Lager für den Bauhof kaum geeignet, da alle Arbeitsgeräte von Hand über die Rampe ins Gebäude getragen werden müssen. Die hygienischen Bedingungen sind laut Bauhofleiter Siegfried Völkl ebenfalls unzureichend. Ein Kanalanschluss ist nicht vorhanden, das Abwasser wird komplett in einer abflusslosen Grube gesammelt. Zudem gibt es keine getrennten Toiletten.

Nachdem bei dem Gebäude in absehbarer Zeit auch andere Dachflächen neu einzudecken sind, kam die Sprache auf einen Neubau. Einstimmig beschloss der Ausschuss Stefan Voit zu beauftragen, einen Plan für eine Halle einschließlich Bodenplatte und Sozialräume zu erstellen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.