Brücke bei Burkhardsrieth Thema in der Bürgerversammlung
Befriedigend gar nicht gut

Bei der Brücke über die Pfreimd sind die Schäden am Geländer schon sichtbar. Bild: bey
Politik
Pleystein
18.11.2016
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Die Brücke über die Pfreimd bei Burkhardsrieth ist in die Jahre gekommen. In der Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus stellt Bürgermeister Rainer Rewitzer verschiedene Varianten vor, von denen allerdings nur ein Neubau mit staatlicher Förderung in Betracht kommt.

Burkhardsrieth. Die Bürgerversammlung war recht gut besucht. Die Stadträte Josef Windirsch, Ludwig Putzer, Stefan Voit, Hans Kick und Werner Rieß nahmen ebenfalls daran teil, um bei späteren Diskussionen im Stadtratsgremium entsprechend vorbereitet zu sein.

Der Bürgermeister sprach das Thema Pfreimdbrücke gleich als ersten Tagesordnungspunkt an. Der Unterbau, die Fundamente und die Widerlager aus Beton seien über 110 Jahre alt. Bei den Überbauten und den in Beton verlegten Stahlträgern sei es kaum anders. Diese Teile sind 100 Jahre alt. Damit hat die Brücke die Grenzen ihrer Nutzungsdauer überschritten.

Liste mit Mängeln


Das Stadtoberhaupt berichtete, dass ein Ingenieurbüro mit einer Studie für einen Neubau der Brücke beauftragt worden war. Vorausgegangen war eine Sonderprüfung, bei der sich eine lange Liste von baulichen Mängeln ergeben hatte: zahlreiche Betonausbrüche entlang der Ansichten, durchgerostete Pfosten, und nach unten hängende Winkeleisen, ein fehlender Bordstein, nicht vorhandene Schutzplanken.

Die Brücke wurde laut dem Stadtoberhaupt nach der in einen Granitstein eingemeißelten Jahreszahl im Jahr 1909 als "Zwei-Feld-Brücke" mit jeweils zehn Meter Spannweite pro Feld und einem Mittelpfeiler erbaut. Die darüber führende Straße hat eine Breite von 4,40 Metern. Die Gesamtnote für die Brücke wurde mit 3,5 angegeben. Eine Zahl, die sich weitaus besser anhört, als die Realität zeigt. Diese Note drückt nämlich erhebliche Beeinträchtigungen von Stand- und Verkehrssicherheit sowie Dauerhaftigkeit aus, so dass umgehende Maßnahmen, unabhängig ob Erneuerung oder Sanierung notwendig werden.

Ausführlich schilderte Rewitzer die unterschiedlichen Varianten zur Wiederherstellung der vollen Nutzung. Die Varianten, bei denen die Brücke saniert wird, werden nicht bezuschusst. Damit bleibt nur noch ein Neubau, dessen Kosten insgesamt ohne Baunebenkosten auf bisher 450 000 Euro veranschlagt werden. Bei einem Fördersatz von 60 Prozent müsste die Stadt Pleystein einen Eigenanteil von 180 000 Euro tragen.

Baustart 2018 möglich


Nach der Ausschreibung im kommenden Jahr soll die rund fünfmonatige Bauphase 2018 beginnen. Dies bedeute, dass der Ortsteil Burkhardsrieth nur noch über Pfrentsch und Isgier erreichbar ist. Im kommenden Jahr aber müsse bereits mit Einschränkungen hinsichtlich Geschwindigkeit, Fahrzeugbreite und Tonnage gerechnet werden, kündigte der Bürgermeister an.

Diese verkehrstechnische Einschränkung Burkhardsrieths stieß vor allem bei den Landwirten auf heftigen Widerstand. Sie forderten den Einbau einer Behelfsüberfahrt, deren Bau bei Absenkung des Wasserspiegels bei der Finstermühle möglich sein müsste. Rewitzer machte keine Zusagen, weil zunächst das Wasserwirtschaftsamt als Fachbehörde dem zustimmen müsse. Aber auch der Triebwerksbesitzer müsse gehört werden. Eine klare Absage gab es allerdings für den Vorschlag aus dem Zuhörerkreis, ausschließlich eine Überfahrt mit großen Rohren zu errichten.
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