Bürgerversammlung in Burkhardsrieth
Den Besen in die Hand nehmen

Politik
Pleystein
20.11.2016
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Die Stadt will die alte Deponie unterhalb des Ulrichsbergs im Bereich Lußfeld aufforsten und damit künftig unzulässige Müllablagerungen ausschließen. Das gab Bürgermeister Rainer Rewitzer in der Bürgerversammlung für Burkhardsrieth bekannt.

Burkhardsrieth. Laut dem Stadtoberhaupt hat die Stadt im Jahr 2014 rund 5000 Euro für die Beseitigung von widerrechtlich abgelagertem Müll aufbringen müssen. Das Grundstück soll im Zusammenhang mit der Aufforstung eingezäunt werden. Nach Ansicht der Zuhörer sind es Bürger außerhalb von Burkhardsrieth, die für die Ablagerungen verantwortlich sind.

Auf der Streuobstwiese nahe dem Ortsteil soll nach Wunsch von Bürgermeister Rainer Rewitzer Material zur Verbrennung beim Johannisfeuer erst kurz vor dem jeweiligen Termin abgelagert werden. In jedem Fall aber soll vermieden werden, dass nach dem Feuer Kabeltrommeln und andere nicht brennbare Stoffe wiederum bis zum nächsten Johannisfeuer dort liegen bleiben. Hinsichtlich der Ersatzpflanzungen bei der Streuobstwiese dankte das Stadtoberhaupt dem Obst- und Gartenbauverein für seine Bemühungen zur Verschönerung. Gleichzeitig kündigte der Bürgermeister eine Verkürzung der Mähintervalle an.

Ortsbild beeinträchtigt


Während der Erntezeit, aber auch beim Verkehr mit Baufahrzeugen, sollte darauf geachtet werden, dass die Straßen nicht allzu sehr mit Erdreich verunreinigt werden. Dies führe zu einer Beeinträchtigung der Wirksamkeit der Straßensinkkästen und damit zu Problemen bei der Ableitung von Niederschlagswasser. Ebenso würde dadurch ein erhöhter Unterhaltungsaufwand bei den Regenwasserkanälen notwendig, erklärte Rewitzer. Wenn die Verunreinigung der Straßen "über das Maß" gehe, solle ein Besen in die Hand genommen werden, bat der Bürgermeister. Doch neben den Regenwasserkanälen werde laut dem Stadtoberhaupt auch das Ortsbild beeinträchtigt.

Keine Probleme gibt es bei der Nutzung der Räume im Erdgeschoss des Dorfgemeinschaftshauses durch die Katholische Expositur. In jedem Fall könne der Stromverbrauch eines jeden Nutzers des Dorfgemeinschaftshauses durch eigene Zähler abgerechnet werden.Geschäftsleiter Günter Gschwindler informierte über den Breitbandausbau, dessen Verzögerungen ausschließlich in der Verantwortung der Deutschen Telekom liegen.

Finanzen stabilisieren sich


Abschließend sprach Rewitzer über die Finanzen der Stadt, die sich dank einer Stabilisierungshilfe in Höhe von 800 000 Euro einigermaßen gut entwickeln. Beim Blick auf die Wasserversorgung der Stadt sprach der Bürgermeister von einem "Kapital für die Zukunft".
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