CSU-Ortsverband Pleystein feiert 70-jähriges Bestehen
Hut ab vor den Gründungsvätern

Mit Urkunden wurden Andreas Meier, Robert Franz, Hans-Peter Wallner und Renate Zehent (von links) für ihre Treue zur CSU ausgezeichnet. Dazu gratulierten Bezirkstagspräsident Franz Löffler, Bürgermeister Rainer Rewitzer (von links) sowie Landrat Andreas Meier (rechts) und Zweite Bürgermeisterin Andrea Lang. Bild: bey
Politik
Pleystein
15.10.2016
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"Die Seele Bayerns findet in der Fläche statt." Zitat: Bezirkstagspräsident Franz Löffler

"Die CSU war der Garant für die Entwicklung unseres Landes. Wir sollten alles daran setzen, dass es uns auch in der Zukunft gelingt, diesen Standard in einer regierungsfähigen Mehrheit aufrecht zu erhalten." Dies stellte Bezirkstagspräsident Franz Löffler bei der Feier zum 70-jährigen Bestehen des CSU Pleystein fest.

CSU-Ortsvorsitzender Bürgermeister Rainer Rewitzer hieß bei der Jubiläumsfeier am Donnerstag im Gasthof Weig die vielen Ehrengäste willkommen. Im Jahr 1945 sei in einer schwierigen Zeit der CSU-Ortsverband gegründet worden. Vor diesen Männern müsse der Hut gezogen werden, sagte der Rathauschef.

Es sei trotz mancher Härte gelungen, sichtbare politische Erfolge zu erzielen. Dazu gehöre vor allem die dauerhafte Mehrheit im Stadtrat und fast ununterbrochene Besetzung des Amtes des Bürgermeisters. Der Dank gelte allen, die den Mandatsträgern ihre Unterstützung gewährt haben.

Bezirkstagspräsident Franz Löffler lobte die Oberpfalz als "Aufsteigerregion".. Die Gründungsväter der Pleysteiner CSU in den vorausgegangenen Ansprachen als "mutig" zu bezeichnen, sei richtig gewesen, weil damit die Grundlage für die Gegenwart geschaffen wurde, sagte der Chamer. Die Rolle der Parteien werde oftmals am Biertisch heruntergespielt. "Ohne Parteien wäre die Willensbildung des Volkes niemals möglich", betonte der Festredner.

Die CSU habe in all den Jahrzehnten einen gewaltigen Beitrag zu dieser Willensbildung geleistet. Bayern habe sich zu einem Industriestaat entwickelt, zu dem die Oberpfalz einen erheblichen Beitrag geleistet habe. "Die Seele Bayerns findet in der Fläche statt", sagte der Bezirkstagspräsident. Die Wirtschaftskraft Bayerns mit ihrer Innovation, auch im ländlichen Raum, steigere die Wertschöpfung und sichere den Verbleib der Jugend in der Heimat. Ohne Fortschritt und Entwicklung auf Dauer werde es keinen Wohlstand geben, betonte Löffler.

Nicht unbegrenzt helfen


Mit klaren Worten lobte er die Schaffung von Arbeitsplätzen durch Behördenverlagerungen in die Oberpfalz. Ausdrücklich befürwortete der Chamer Landkreischef Grenzkontrollen als Teil der Sicherheit für das Land. Die Zuwanderung oder Asylproblematik habe sich bisher nur mit Hilfe des Ehrenamtes lösen lassen. "Wir können nicht unbegrenzt helfen", meinte der Bezirkstagspräsident eindeutig und verband dies mit der Frage der Obergrenze. Diese wiederum werde bei der Bundestagswahl und dem Partner CDU einen Kompromiss notwendig machen. Ohne "Wenn und Aber" sprach sich Löffler für die Rückführung von Flüchtlingen aus, wenn diese berechtigt ausgesprochen worden sei. "Aus dem Asylrecht darf kein Zuwanderungsrecht werden."

CSU-Kreisvorsitzender Landrat Andreas Meier meinte, es sei notwendig den Menschen wieder das Vertrauen zur Politik der CSU nahezubringen. Er befand es als erschreckend, wie mit wenig Programm, Substanz und Plan, im Gegenteil mit "viel Schmarren" der Einzug in die Landtage geschafft werden kann.

Gerade in der Kommunalpolitik sei es möglich, über ehrliche und vernünftige Arbeit das Vertrauen der Bürger wieder zurückgewinnen zu können. Hierzu bedürfe es keiner "dumpfen Parolen", betonte der Kreisvorsitzende. Der CSU würde es nicht gut tun, künftig "mit einem halben Auge" nach Rechts zu schielen.

Max Müllhofer, ehemaliger zweiter Bürgermeister und von CSU-Ortsvorsitzenden Rewitzer als "Urgestein der Pleysteiner CSU" tituliert, ließ die Geschichte des Ortsverbandes Revue passieren. Die einst 20 Gründungsmitglieder seien gewillt gewesen, politisch zu wirken und die Idee des CSU-Gründungsvorsitzenden Dr. Josef Müller umzusetzen. Müllhofer listete die Namen der Gründungsmitglieder auf, die aber mittlerweile alle verstorben sind.

Ausdrücklich hob der Redner hervor, dass der CSU-Ortsverband mit Ausnahme eines kurzen Zeitraumes seit 1945 ununterbrochen den Bürgermeister stellte. Diese Stadtoberhäupter hätten Pleystein zu einer "liebens- und lebenswerten" Stadt gemacht, sagte Müllhofer. Doch trotz dieser erfolgreichen Tätigkeit habe es auch Niederlagen gegeben: Die Schließung der Schullandheime, der Molkerei und des BRK-Heimes "Am Sonnenhang" haben nach den Worten Müllhofers nicht durch den Ausbau des "Bocklradweges" und der Schaffung von Pflegeeinrichtung ausgeglichen werden können.

Neuer Ehrenvorsitzender


Zum Abschluss des Jubiläumsabends ehrten CSU-Ortsvorsitzender Rewitzer und seine Stellvertreterin Lang Mitglieder. Renate Zehent gehört der CSU seit 20 Jahren an, Robert Franz, Hans-Peter Wallner und Andreas Meier sind seit 15 Jahren Mitglied. Max Schön (50 Jahre) und Dr. Max Piehler (40 Jahre) werden zu einem späteren Zeitpunkt geehrt. Zudem ernannte der Ortsverband Max Müllhofer zum Ehrenvorsitzenden.

Die Seele Bayerns findet in der Fläche statt.Bezirkstagspräsident Franz Löffler
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