CSU-Ortsverband Pleystein feiert sein 70-jähriges Bestehen
Rathaus fest in CSU-Hand

Bürgermeister Max Piehler, hier 1966 am Mikrofon bei einer Festrede, war 1946 einer der Mitbegründer der Pleysteiner CSU und bis zu seinem Tod am 14. Februar 1970 einer der führenden Köpfe der Christsozialen in der Rosenquarzstadt. Repro: tu
Politik
Pleystein
22.04.2016
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Der CSU-Ortsverband Pleystein feiert heuer 70-jähriges Bestehen. In dieser Zeit stellte er fast immer den Bürgermeister.

Der Ortsverband wurde im Januar 1946 im Elisabethenheim ins Leben gerufen. 20 Gründungsmitglieder, darunter Stadtpfarrer Josef Wittmann, waren vor sieben Jahrzehnten gewillt, in der CSU politisch mitzuwirken. Josef Schneider (Binner-Sepp), Hans Strigl (Pauli-Hans) und Kommerzienrat Leo Maduschka wechselten von der Bayerischen Volkspartei in die Christlich-Soziale Union.

Erster Kreisvorsitzender


Maduschka bekleidete auch das Amt des ersten Kreisvorsitzenden der Christlich-Demokratischen Partei, wie sie damals hieß. Der erste Vorstand des Ortsverbands setzte sich aus Hans Strigl, Johann Poblotzki, Josef Wildenauer, Franz Herrmann und Max Piehler zusammen. Seit 1945 stellt die CSU fast ununterbrochen den Bürgermeister, außer von 1970 bis 1972.

Nach Kriegsende machte Maduschka den Anfang, der bereits von November 1921 bis Mai 1833 diesen Posten inne hatte, und der am 30. Oktober 1946 aus Alters- und Gesundheitsgründen zurücktrat. Am 20. November 1946 wurde Konditormeister Max Piehler zum Nachfolger gewählt. Er stellte sich mehrere Male der Wiederwahl, jedes Mal mit Erfolg. Am 14. Februar 1970 verstarb der langjährige Bürgermeister, der sich in über 23 Amtsjahren in nebenamtlicher Funktion für seine Heimatstadt immense Verdienste erworben hatte.

Sessel zurückerobert


Nach dem Eintritt von Bürgermeister Paul Brucksch 1975 in die CSU bekamen die "Schwarzen" den Sessel des Stadtoberhaupts wieder zurück. Er hatte 1972 die Nachfolge von Josef Meier (SPD) als gemeinsamer Kandidat von Freien Wählern und CSU angetreten. Seinen Posten verteidigte Brucksch 1978 und 1984 erfolgreich. Bei der Wahl am 18. März 1990 erhielt Willi Reil 55 Prozent der Stimmen und trat am 1. Mai sein Amt als Rathauschef an. Sechs Jahre später wurde der CSUler mit 60 Prozent als "erster Mann" der Großgemeinde bestätigt.

Ab 1. Mai 2002 führte Johann Walbrunn als Bürgermeister Regie in der Verwaltungszentrale. Er konnte bei den Wahlen 2002 und 2008 jeweils rund 80 Prozent der Stimmen einheimsen. Bei den Kommunalwahlen vor zwei Jahren errang als CSU-Kandidat Rainer Rewitzer fast 60 Prozent Stimmen und wurde neues Stadtoberhaupt.

Den CSU-Ortsverband führte von 1946 bis 1965 Josef Schneider umsichtig durch alle Höhen und Tiefen. Viele ältere Mitbürger erinnern sich sicher noch an die legendären Wahlkämpfe auf Kommunalebene in den 1950er und 1960er Jahren. Der Ehrenvorsitzende verstarb 1986.

Nach dessen Abdankung übernahm Michael Sax für fünf Jahre das Ruder, dann von 1970 bis 1972 Josef Gillitzer. Von 1972 bis 1976 bekleidete Franz Wirth das Amt des Vorsitzenden, von 1976 bis 1983 Franz Braun. Anschließend stand Willi Reil sieben Jahre auf der Kommandobrücke. Vom 27. Mai 1990 bis 26. März 2015 war Kreisrat Max Müllhofer Chef der Pleysteiner Christsozialen. Sein Nachfolger an der Spitze wurde Rainer Rewitzer.
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