Gründung des Arbeitskreises Asyl in Pleystein
Asylarbeit auf vielen Schultern

Zweite Bürgermeisterin Andrea Lang (links) war froh, dass sich die Bürger bei der Gründung des Arbeitskreises Asyl einbrachten. 36 Personen waren zur Gründungssitzung gekommen. Bild: bey
Politik
Pleystein
17.02.2016
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Noch steht nicht fest, ob und wann im ehemaligen BRK-Heim "Am Sonnenhang" Flüchtlinge untergebracht werden. Unabhängig vom Vorgehen des Eigentümers hat am Dienstagabend im Rathaussaal der Arbeitskreis Asyl offiziell seine Arbeit aufgenommen und die wichtigsten Posten besetzt.

Auf vielen Schultern wird die Arbeit verteilt, um damit entsprechend der Vorstellung von Zweiter Bürgermeisterin Andrea Lang auch zum Ausdruck zu bringen, dass die Aufgaben des Arbeitskreises in der Verantwortung der Bürger sind. 36 Bürger, darunter auch zahlreiche Stadträte quer durch die Fraktionen, hatten sich in die Anwesenheitsliste eingetragen.

Bürgermeister Rainer Rewitzer informierte, dass sich an der bisherigen dezentralen Unterbringung von Asylbewerbern nichts geändert habe. Die Umnutzung des BRK-Heims zur Flüchtlingsunterkunft habe das Landratsamt im Januar genehmigt. Über das weitere Vorgehen des Eigentümers sei der Stadt aber nichts bekannt, berichtete der Rathauschef. Feststehe bisher nur, dass die Einrichtung für die Unterbringung von bis zu 150 Personen zugelassen sei. Das Gebäude könne aber nach den dringend erforderlichen Sanierungsarbeiten frühestens im Herbst genutzt werden.

Keine strengen Regularien


Zweite Bürgermeisterin Andrea Lang wollte in den Arbeitskreis Asyl keine strengen Regularien einbringen. Deshalb sollten auch die Aufgaben auf viele Schultern verteilt werden. Den Posten des Vorsitzenden wollte Lang ohne das "schwache Geschlecht" klein zu reden, mit einem Mann besetzen. Allein schon deshalb, weil von vielen Glaubensrichtungen, denen die Flüchtlinge und Asylbewerber angehören, Frauen nicht voll akzeptiert würden. Die Aufgabe des Vorsitzenden wurde letztlich mit Uli Weig, Werner Rieß und Wolfgang Höhne auf kräftige Schultern verteilt. Stefan Voit übernimmt die Aufgabe des Schriftführers.


Bereitschaft, Sprachunterricht zu erteilen, zeigten Alfred Held, Helma Klotz-Schreck und Verena Schönig. Um eine Kleiderkammer kümmern sich Lise Piehler und Edeltraut Höhne. Für oftmals notwendige Fahrdienste zu Behörden oder anderen Organisationen stellten sich Hans Zehent, Willi Reil, Sonja Drexler, Renate Zehent, Thomas Parton und Karin Heinle zur Verfügung.
Als Verbindungsmann zur Caritas fungiert Hans Müllhofer. Kontaktperson zum Landratsamt Neustadt ist Andrea Lang.

Verbindung zu einer Tafel


Josef Windirsch wird den Flüchtlingen die Pleysteiner Vereinswelt mit den Möglichkeiten einer Betätigung, beispielsweise auch in sportlicher Richtung, nahebringen. Sabine Urban und Claudia Poxleitner bemühen sich um die Verbindung zu einer Tafel zum günstigen Erwerb von Lebensmitteln.
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