Mehr Qualität im Tourismus unerlässlich
SPD-Fraktion: Im Landkreis fehlt ein Highlight – Neue Regionalmanagerin Daniela Franz steht Rede und Antwort

Politik
Pleystein
13.09.2016
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Die zukünftige Entwicklung des Tourismus und des Regionalmanagements war das Hauptthema der Sitzung der SPD-Kreistagsfraktion. Die roten Kommunalpolitiker trafen sich dazu im Gasthof "Zum goldenen Kreuz". Fraktionssprecher Günter Stich hatte die neue Arbeitsbereichsleiterin für Landkreisentwicklung und Tourismus, Daniela Franz, eingeladen.

"Ich habe mich nach meinem Masterstudiengang Regionalmanagement bewusst entschieden, in der Region zu bleiben", erzählte Franz. Dabei sei es ihr ein Anliegen und ein Ziel, sich auch für die politisch geforderten gleichen Lebensbedingungen einzusetzen. Die Umsetzung des Landkreis-Staffellaufes am Samstag, 17. September, in Vohenstrauß sowie des Landkreis-Bauernmarktes am Sonntag, 25. September, in der Kreisstadt seien die ersten großen Bewährungsaufgaben. Franz will auch eigene Ideen in ihren Arbeitsbereich einbringen.

Generationswechsel


Der Aussage der Landtagsabgeordneten Annette Karl, in der Qualitätsverbesserung im Tourismus die zukünftige Aufgabe zu sehen, stimmte Franz zu. Zudem sei ein Generationswechsel im Bereich der Vermieter und Quartiergeber, zum Teil auch in der Gastronomie, zu bewerkstelligen. In den Onlinebuchungen werde aber die Zukunft im Tourismus auch im Landkreis Neustadt liegen, lautete ihre Einschätzung. Für den Eslarner Bürgermeister Reiner Gäbl gilt es, die Wertschöpfung vor Ort zu behalten. Die Übernachtungszahlen müssten durchaus hinterfragt werden. Viele gute Ansätze würden an Leerständen und Kleinräumigkeit scheitern.

"Uns fehlt ein wirkliches touristisches Highlight im Landkreis", bedauerte stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger. Der Grafenwöhrer Udo Greim wollte auch Highlights im Landkreis ausmachen, diese müssten aber vom Landkreis besser koordiniert und vermarktet werden. "Jederzeit könnte ein Gegenstück zu den Steinberger Seen im Westen des Landkreises entstehen", meinte Greim. Hier seien aber die Staatsforsten gefordert, entgegnete der Pressather Bürgermeister Werner Walberer. Bürgermeister a.D. Helmuth, Grafenwöhr, Wächter hätte gerne die Radwege in den Bereich Amberg sowie den Nürnberger und Bayreuther Raum besser angebunden. "Das vorhandene Radwegekonzept muss überarbeitet werden."

Nachhaken


Franz bedauerte abschließend, nicht alle Fragen der SPD-Kreisräte beantworten zu können. Natürlich werde sich die Fraktion auch künftig wieder Bericht erstatten lassen, dankte Sprecher Günter Stich.

Aufklärung


Zahlreichen Anrufe und Hinweise der Bevölkerung an die SPD-Kreisräte zur geplanten Einführung der Biotonne waren in der Sitzung ebenfalls ein Thema. "Hier muss noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden", war der Konsens. Als unglücklich und schwer verständlich bezeichneten die SPD-Räte das vom Landratsamt herausgegebene Informationsschreiben. Die Verlängerung der Rückantworten sei deshalb sinnvoll.
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