Stadt genehmigt Flüchtlingsunterbringung im Lohbauernhof Neustadt
Platz für zwölf Flüchtlinge

Politik
Pleystein
17.10.2014
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In das leerstehende Haus Bibershof 6 kommt Leben. Der Lindgren-Lebenshof will den sogenannten "Lohbauernhof", auch bekannt als ehemalige Gastwirtschaft der Familie Zeitler, für die Betreuung von maximal zwölf jugendlichen Flüchtlingen nutzen. Der Stadtrat erteilte die baurechtliche Genehmigung für die erforderliche Nutzungsänderung ohne Gegenstimme.

Es handelt sich nach der Beschreibung des Antragsstellers um "unbegleitete minderjährige Flüchtlinge" aus Krisengebieten, die dort ein neues Zuhause finden sollen. Dafür stehen in verschiedenen Räumen im Erdgeschoss 336, im Obergeschoss 120 und unter dem Dach 261 Quadratmeter zur Verfügung. Bürgermeister Rainer Rewitzer nimmt an, dass die unterzubringenden Menschen aufgrund der früheren heimatlichen Situation traumatisiert sein könnten. Deshalb sei die Abgeschiedenheit des Anwesens für die Betreuung ideal. Geschäftsleiter Günter Gschwindler wusste, dass gegenwärtig Stellenausschreibungen für das Betreuungspersonal laufen. Für jeweils drei Kinder werde ein Helfer eingeteilt.

Löschweiher ohne Zufluss

Dennoch könnte es ein Problem geben. Wie Bibershofer Einwohner in der Sitzung berichteten, ist der dortige Löschweiher aufgrund fehlenden Zuflusses nicht mehr voll funktionstüchtig. Schuld daran haben offenbar Straßenbauarbeiten, die dem Weiher den Zufluss "abgegraben" haben. Rewitzer sicherte zu, sich umgehend mit der Behebung des Zustands zu befassen und dazu auch mit dem Verband für Ländliche Entwicklung in Regensburg in Kontakt zu treten.

Einstimmig befürwortete das Gremium den Bauantrag für eine Zusammenlegung der Garage mit dem Wohnhaus auf dem Grundstück Flurnummer 790/4, Gemarkung Miesbrunn.

Die Ortsstraßen befinden sich bekanntlich in einem teilweise recht desolaten Zustand. Rewitzer bat die Fraktionen, sich Gedanken über mögliche Sanierungsmaßnahmen oder einen Vollausbau zu machen. Hier wies das Stadtoberhaupt ausdrücklich darauf hin, dass bei einer vollständigen Erneuerung die Anlieger entsprechend der Satzung finanziell herangezogen werden können.
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