VdK-Vorsitzender Josef Rewitzer sieht demografischen Wandel als „tickende Zeitbombe“
Barrieren aus dem Weg räumen

Die Jubilare Franz Ditz sowie Michael Neuber (vorne, Zweiter und Dritter von links) freuten sich über ihre Auszeichnungen. Pater Reinhold Schmitt (vorne, Zweiter von rechts) und Bürgermeister Rainer Rewitzer (hinten, links) gratulierten. Bild: tu
Politik
Pleystein
21.04.2016
39
0

Die Mitgliederentwicklung im VdK-Ortsverband verläuft weiter positiv. Trotz 8 Sterbefällen sowie Austritten beträgt der aktuelle Stand dank der 11 Neuaufnahmen 256 Personen, was etwa einem Anteil von zehn Prozent der Bevölkerung der Großgemeinde entspricht.

Vorsitzender Josef Rewitzer wartete in der Jahreshauptversammlung im Gasthof "Weißes Lamm" mit einer guten Bilanz auf. In seinem Referat sprach er unter anderem die Sozialpolitik an. "Wer heute nicht begreift, dass der demografische Wandel wie eine tickende Zeitbombe über uns schwebt, lebt in einer anderen Welt." Der Bevölkerungsrückgang und die Landflucht der jüngeren Menschen müsse gestoppt werden. Im Gegensatz dazu müsse für die ältere Generation mehr getan werden, um ihr das Leben auf dem Lande zu erleichtern.

Kritische Worte


Kritische Worte fand der Vorsitzende auch zur Barrierefreiheit. Allerdings habe der Ortsverband in Pleystein auf diesem Gebiet schon einiges bewirkt. Von einer barrierefreien Gestaltung des Marktplatzes würde nicht der VdK profitieren, sondern die gesamte Bevölkerung. Rewitzer sprach zudem den Brief des Ortsverbands an den Stadtrat wegen der Einkaufsmöglichkeiten im Stadtkern an. "Die Behauptung eines Bürgermedaillenträgers der Stadt Pleystein, dass der VdK quasi daran schuld sei, dass das Kaufhaus Schopper schließen musste, entspricht nicht der Wahrheit." Der Vorsitzende teilte mit, dass Tanja Biller die neue Jugendbeauftragte des Ortsverbands sei.

Der Kassenbericht von Schatzmeisterin Elisabeth Randig fand volle Zustimmung. Sie erläuterte, dass vom Monatsbeitrag in Höhe von sechs Euro fünf Euro an den Landesverband in München weitergeleitet werden. Ein Euro verbleibe beim Ortsverband und beim Kreisverband im Aufteilungsverhältnis 60:40. "Wir brauchen in unserer schnelllebigen Welt den VdK als Anwalt der sogenannten kleinen Leute dringender denn je. Vorbildliche Arbeit auf Ortsebene leisten seit Jahren Josef Rewitzer und sein einsatzfreudiges Team", lobte Bürgermeister Rainer Rewitzer.

Was die Barrierefreiheit angehe, habe er die Firma Gruber-Blödt, die zur Zeit die Arbeiten der Verkabelung durchführe, angewiesen, immer da, wo es notwendig und auch möglich ist, Bürgersteige abzusenken. "Die Stadt hat das Sanierungsprojekt der Grundschule bei der Regierung der Oberpfalz auch unter den Gesichtspunkten von Umweltförderung und Barrierefreiheit angemeldet. Wir warten nun auf die Entscheidung über diese kostenträchtige Investition aus Regensburg", war eine weitere Information des Bürgermeisters. Pater Reinhold Schmitt vom Kreuzbergkloster würdigte das Engagement des VdK und richtete die Grüße von Stadtpfarrer Pater Hans Ring aus, der sich noch im Krankenstand befindet.

EhrungenHöhepunkt der VdK-Zusammenkunft war die Ehrung langjähriger Mitglieder. Dankurkunden und Treuenadeln erhielten für 10 Jahre Verbandszugehörigkeit Franz Ditz und für 20 Jahre Michael Neuber. Entschuldigt waren die weiteren Jubilare Angela Putzer und Ludwig Putzer aus Vohenstrauß, Christof Rewitzer sowie Helmut und Rosemarie Schön aus Pleystein. (tu)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.