Abschuss von Rehwild erübrigt sich fast
Jagdpächter will weniger zahlen

Vermischtes
Pleystein
18.06.2016
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Am 31. März 2017 läuft der Pachtvertrag für den Jagdbogen II des Pleysteiner Jagdreviers aus. Jagdpächter Peter Wild möchte eine Verringerung der Pachtzahlung und hat dafür plausible Gründe: Die Fallwildzahlen sind so hoch, dass sich ein Abschuss von Rehwild fast erübrigt, die Wildschweinplage wird größer und Sika-Wild wird zunehmend heimisch.

In der Versammlung der Jagdgenossenschaft am Donnerstagabend im Gasthof Bachofner teilte Jagdvorsteher Hans Weig mit, dass die Abschusspläne beim Landratsamt eingereicht wurden. Neu hinzu gekommen sei der Antrag auf Genehmigung des Abschusses von Sika-Wild.

Einstimmig beschlossen die Jagdgenossen, der Stadt für den Wegebau wieder 2000 Euro zu überweisen. Jagdpächter Wild berichtete über 67 Prozent Fallwild, meist Rehgeißen. Von 12 möglichen Abschüssen seien 8 Tiere (7 davon durch Unfall), getötet worden. Ein Tier fiel einen wildernden Hund zum Opfer. Dem Pächter seien damit noch vier Tiere zum Abschuss geblieben.

Wild beklagte als hohen Ausgabefaktor auch die Beiträge für die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft. Diese seien um 300 Prozent angehoben worden. Die Schwarzwildplage verursache auch höhere Kosten. Bewährt hätten sich in jedem Fall die blauen Wildwarner an den Leitpfosten, deren Wirksamkeit aber während der Dämmerungen noch nicht voll zur Geltung komme. Das Sika-Wild sei "herrlich zum Anschauen", meinte der Sprecher. Damit steige aber der Wildverbiss.

Christian Ertl, Vorsitzender des Hegerings Vohenstrauß, betonte, dass die Gespräche mit der Berufsgenossenschaft wegen der Beitragserhöhung bislang erfolglos waren. Grund der Erhöhung sei die Berechnung anhand der jagdbaren Fläche. Beim Schwarzwild sah Ertl eine steigende Tendenz, die sich durch den Waldumbau noch verstärken werde.

Bürgermeister Rainer Rewitzer dankte den Jagdgenossen für die Bereitschaft, der Stadt wieder 2000 Euro für den Wegebau zu überlassen, sowie für die Einhaltung der Abschusszahlen. Hinsichtlich der Herabsenkung der Pacht müssten sich die Jagdgenossen Gedanken machen und das frühzeitig im kommenden Jahr abklären.
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