Arbeitstagung des VdK Pleystein
Einkaufen für Ältere schwierig

Wir werden unsere Forderungen an die Pflegegesetzgebung unvermindert aufrechterhalten. Die Politik ist gefordert.
Vermischtes
Pleystein
01.04.2016
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Leerstände und Schließung von Einzelhandelsgeschäften in Pleystein beschäftigen den VdK-Ortsverband. Daher soll die Problematik in einem Antrag in der nächsten Stadtratssitzung zur Sprache kommen.

Vorsitzender Josef Rewitzer weist in den Schreiben darauf hin, dass sich der VdK ernsthaft Sorgen mache, "wie die hier lebenden Senioren das Leben zukünftig meistern sollen". Für viele ältere Menschen werde vor allem durch die Schließung des Kaufhauses Schopper die Besorgung der täglich benötigten Waren beschwerlicher oder ganz unmöglich gemacht.

Nahversorgung sichern


Verschwunden sei für sie die letzte Möglichkeit, ihren Einkauf alleine und selbstständig zu Fuß oder mit Rollator zu erledigen. "Wurden schon Möglichkeiten in Form eines Dorfladens oder eines Bürger- oder Einkaufsbusses in Betracht gezogen?", lautet eine der Fragen des Ortsverbands. Das könnte zumindest die Nahversorgung und die Sicherung der Daseinsvorsorge im Ort einen hohen Stellenwert garantieren, basierend auf einem Konzept "Einkauf mit und für die Bürger".

Im weiteren Verlauf der Arbeitstagung ging Rewitzer auf die laufende VdK-Aktion "Weg mit den Barrieren!" ein und wies darauf hin, dass die Unterschriftenlisten dazu in der Raiffeisenbankfiliale, in der Kreuzberg-Apotheke und in den Arztpraxen aufliegen. Die Jahreshauptversammlung des Ortsverbands ist am Sonntag, 17. April, um 14.30 Uhr im Gasthof Weig, unter anderem auch mit Ehrungen treuer Mitglieder.

Enttäuscht waren die Funktionäre auch über die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum Pflegenotstand. Der VdK werde sich unabhängig von diesem Votum jenes Gerichts weiterhin für die Rechte und den Schutz der Pflegebedürftigen einsetzen. Rewitzer betonte, dass diese Entscheidung kein Freibrief für die Bundesregierung sein darf, dieses Thema ad acta zu legen. "Wir werden unsere Forderungen an die Pflegegesetzgebung unvermindert aufrechterhalten. Die Politik ist gefordert", unterstrich der Orts- und Kreisvorsitzende.

Altersarmut bekämpfen


Im letzten Teil der Sitzung ging Rewitzer noch auf die Erfolge des Sozialverbands im vergangenen Jahr ein. Bayernweit könne man eine gute Bilanz ziehen. "Der VdK konnte dank seiner starken Basis Druck auf die Politik ausüben und wichtige Gesetzesänderungen vorantreiben, so beispielsweise die höhere Mütterrente und Verbesserungen im neuen Pflegestärkungsgesetz." Die Bekämpfung der steigenden Altersarmut und eine zeitgemäße Pflegepolitik werde der VdK auch in den kommenden Jahren nicht aus den Augen verlieren, schloss der Tagungsleiter.

Wir werden unsere Forderungen an die Pflegegesetzgebung unvermindert aufrechterhalten. Die Politik ist gefordert.Vorsitzender Josef Rewitzer
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