Ausbau der Kreisstraße nach Hagendorf
Schluss mit steil und kurvig

In einer tiefen und unübersichtlichen Senke (am linken Bildrand) verschwindet die Kreisstraße noch immer aus dem Blickfeld. Eine großzügige, eben geplante Umfahrung (rechts) des Weilers Fuchsmühle ist deshalb in die Ausbaumaßnahme integriert. Bild: fjo
Vermischtes
Pleystein
01.10.2016
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Der Ausbau der Kreisstraße nach Hagendorf hat begonnen. Nachdem eine Teilstrecke aus Richtung Waidhaus bereits vor drei Jahren fertiggestellt werden konnte, geht es nun weiter nach Westen.

Miesbrunn. Für den Landkreis Neustadt ist die in weiten Teilen völlig neue Linienführung auf 2,2 Kilometern heuer und im kommenden Jahr eines der größten Tiefbauprojekte. Mit bis zu 3,5 Millionen Euro Kosten und einer Bauzeit von mindestens neun Monaten wird gerechnet. Dafür wird der Teilabschnitt größtenteils von 4,50 auf 6 Meter verbreitert. Mit der Maßnahme wird die tiefe und unübersichtliche Senke beim Weiler Fuchsmühle durch eine weitläufige und großzügige Umfahrung behoben.

Enorme Radien


Die Bauarbeiten starteten mit dem Eingraben der notwendigen Landschaftsschneise. Die Regie über das Vorhaben liegt beim Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach. Bis zum Pleysteiner Ortsteil Dürrenlohe soll sich die Streckenführung so weit wie möglich an die bestehende Straße halten. Eine Lösung für die beiden enormen Kurvenradien zwischen Hagendorf und Ödhäuser ist hingegen mit einer wesentlichen Neutrassierung auf direktem Wege vorgesehen.

Ödhäuser und Spielhof sollen dann über eine neue Zufahrtsstraße angebunden werden. Erhebliche Probleme ergaben sich bereits im Planungsstadium in unmittelbarer Nähe von Miesbrunn. Dort queren drei Ferngasleitungen die Trasse. Auf die zunächst vorgesehene Verlegung der Fahrbahn verzichtet der Landkreis nun, weil die Leitungen sonst mit einem enormen finanziellen Aufwand hätten gesichert werden müssten. So bleibt nur eine Erneuerung der Straße. Mit einer Verbreiterung auf 6 Meter wird es hier nichts.

Verkehrsberuhigung


Für die Anlieger am Ortseingang könnte dies später sogar mit Vorteilen verbunden sein, da Engstellen meist verkehrsberuhigend wirken und motorisierte Fahrzeugführer früher abbremsen. In einem Jahr sollte die neue Straße zwischen Hagendorf und Miesbrunn in voller Länge befahrbar sein.

Wann und wie es dann bis Pleystein weitergeht, steht noch in weiten Teilen in den Sternen. Eine Ortsumgehung für Miesbrunn ist bislang wegen der Topographie aber nicht angedacht. Nördlich der Ortschaft verlaufen die Gaspipelines, südlich käme es durch eine sehr lange und aufwendige Neutrassierung zu einem erheblichen Landverbrauch.

Der Wunsch zum weiteren Ausbau bis nach Pleystein genießt aber einen hohen Stellenwert. Die überwiegend steile Trasse vom Zottbachtal bis hinauf zum Ortseingang von Miesbrunn ist aber mit ihrem Höhenunterschied von über 100 Metern auf 1,7 Kilometer nicht ohne und stellt eine besondere Herausforderung für die Planer dar.
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