Blick in die Geschichte der Laienschaupielkunst in Pleystein
Aus Dornröschenschlaf befreit

Die Akteure der Volksbühne der Kolpingsfamilie im Jahre 1970. Von links: Souffleur Alois Helm, Xaver Gallitzendörfer, Johann Walbrunn, Resi Sievers, Regisseur Franz Braun, Resi Pöpperl, Präses Pater Josef Zehetner, Rita Thoma, Josef Rewitzer, Alois Hafner und Hans Rewitzer. Bild: tu
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Pleystein
15.02.2016
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Nach dem Zweiten Weltkrieg war es in Pleystein Tradition, dass in den Wintermonaten Theaterstücke hauptsächlich im Bachofnersaal, aber einige Male auch im Wassermannsaal oder im Böllertensaal aufgeführt wurden. Zwei Vereine taten sich dabei hervor.

Dieses Brauchtum der Laienschauspielkunst pflegten vor allem die Kolpingsfamilie und der Militärverein. Die Akteure beider Volksbühnen wagten sich auch an die Präsentation anspruchsvoller Werke. Viele Besucher strömten in den 50er- und 60er- sowie 70er-Jahren zu den Aufführungen nach Pleystein.

Erinnert sei an die köstlichen Auftritte in jener Glanzepoche von so Vollblutkomödianten wie Maria Helm, Resi Gaag, Rita Braun, Franziska Hafner, Hans Wittmann, Franz Helgert, Xaver Gallitzendörfer, Alois Hafner, Andreas Rewitzer, Hans Walbrunn, Max Sollfrank und Hans Neuber, um nur einige der Hauptrollenakteure zu nennen. Zum Leidwesen vieler Theaterfreunde aus der Region wurden die Theaterspiele in den 80er-Jahren eingestellt, und der Dornröschenschlaf hielt zwei Jahrzehnte lang an.

Wiederholt wurden Versuche einer Reaktivierung gestartet, doch vergeblich. Auch die Bemühungen des damaligen Bürgermeisters Willi Reil 1998, die Freilichtbühne auf dem Kreuzberg wieder aufleben zu lassen, fielen auf wenig fruchtbaren Boden. Erst 2007 fanden sich engagierte jüngere Leute, um die Theaterkultur zu neuer Blüte zu führen. Dieses Vorhaben ist dem damals neugegründeten Verein "Pleysteiner Theaterfreunde" auch vortrefflich gelungen, wie die stolzen Zuschauerzahlen der seit 2008 jährlich stattfindenden Theateraufführungen nachhaltig beweisen.
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