Dank neuer Rettungswache in Lohma kann der Notarzt schneller helfen
Ausrückzeit unter zwei Minuten

Stadtpfarrer Pater Hans Ring (links) verglich die Geschichte des Barmherzigen Samariters mit den Aufgaben der Mitarbeiter der Rettungswache des Roten Kreuzes. Sie sorgten dafür, dass die Kranken den richtigen Weg zu ihrer Gesundung gehen werden. Bild: bey
Vermischtes
Pleystein
30.10.2016
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Nach eineinhalbjähriger Bauzeit übergab das Rote Kreuz die Rettungswache Lohma offiziell der Bestimmung. BRK-Kreisvorsitzender Simon Wittmann hob hervor, dass die durchschnittliche Ausrückzeit unter zwei Minuten liege. Stadtpfarrer Pater Hans Ring segnete die neue Einrichtung.

BRK-Chef Wittmann erinnerte in Anwesenheit des stellvertretenden BRK-Kreisvorsitzenden Fred Lehner und vieler Mitarbeiter des Roten Kreuzes sowie der Familie Ernst als Eigentümer des Grundstückes an die Entscheidung des Rettungszweckverbandes, die Rettungswache von Vohenstrauß nach Lohma zu verlegen. Mehrere Standorte seien in Erwägung gezogen worden. Letztlich sei es ein Glücksfall gewesen, das Grundstück der Familie Ernst unmittelbar an der A 6 nach Abbruch eines alten Wirtshauses nutzen zu können.

Ruhiger schlafen


Die Rettungswache kostete 433 000 Euro. Der Altlandrat ließ die zum Teil heftigen Diskussionen zum Standort Lohma nicht unerwähnt. Doch es sei bestätigt worden, dass die durchschnittliche Ausrückzeit unter den geforderten zwei Minuten liege.

Oberbürgermeister Kurt Seggewiß als stellvertretender Vorsitzender des Rettungszweckverbandes nannte die problemlose Ausrückzeit als "Sicherheit für die Bürger" bei der Notwendigkeit eines Notarzteinsatzes. Für Landtagsabgeordnete Annette Karl ist die Rettungswache eine Einrichtung der Daseinsvorsorge, deren Mitarbeiter die Einsätze hochqualifiziert und so effizient wie möglich leisten müssten. Es sei beruhigend, dass die Führung der Rettungswache weiterhin in den Händen des BRK liege und somit ein Qualitätsabfall nicht zu befürchten sei.

Bürgermeister Rainer Rewitzer sprach ebenfalls kurz die vieldiskutierte Standortfrage an und bat, die getroffene Entscheidung für den Pleysteiner Ortsteil zu akzeptieren.

Optimaler Standort


Dr. Rudolf Poschenrieder erinnerte an die massiven Änderungen im Rettungsdienst in den letzten vier Jahrzehnten. Ursprünglich nur in Weiden angesiedelt, seien die Notarztstandorte später auf die Fläche verteilt worden, auch nach Vohenstrauß. Der Bau der Autobahn, die Zunahme des Verkehrs sowie technische Veränderungen hätten Überprüfungen der gesetzlichen Fristen für die Erreichbarkeit des Einsatzzieles notwendig gemacht. Wichtig sei jetzt, mit Lohma ein Optimum im Rettungssystem zu haben.
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