Feier des Volkstrauertags am Marktplatz
Pleystein ist tolerant

Mit Soldaten gedachte Bürgermeister Rainer Rewitzer (Mitte) bei der Feier des Volkstrauertags allen Opfern von Kriegen und Vertreibung. Bild: bey
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Pleystein
14.11.2016
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"Sorgt ihr, die ihr noch im Leben steht, dass Friede bleibe, Frieden zwischen den Menschen, Friede zwischen den Völkern." Angesichts der aktuellen Krisenherde und der Besorgnis um Attentate war dies eine klare Mahnung von Bürgermeister Rainer Rewitzer bei der Feier des Volkstrauertags am Marktplatz. Hauptmann Thomas Lauszus von der Ausbildungsunterstützungskompanie 122 Weiden bat, gemeinsam um die Menschen und Soldaten zu trauern, die im Kampf um den Frieden ihr Leben ließen.

Rewitzer nannte die Schatten noch sehr lang, die beide Weltkriege und die Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus hinterlassen haben. Die Spuren seien in vielen Familien weiterhin sichtbar. Der Volkstrauertag müsse deshalb genutzt werden, den Begriff des Friedens wieder ins Gedächtnis aller Menschen zurückzuholen. Tod und Terror seien aber zur Realität geworden. Aus Krisenherden im Nahen Osten, Afrika und Asien hätten sich die Menschen auf den Weg in sichere Länder gemacht. Doch die Sicherheit werde selbst in Deutschland in Frage gestellt. "Pleystein ist friedlich, tolerant und setzt auf Völkerverständigung", sagte Rewitzer mit Blick auf die Aufnahme von Flüchtlingen und der Bildung des Arbeitskreises Asyl.

Die Stadtkapelle Pleystein unter Leitung von Markus Schulz und der Männergesangverein 1895 unter Regie von Alexander Völkl begleiteten die Feier am Kriegerdenkmal. Die Messe gestaltete der Kirchenchor.
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