Feuerwehr Pleystein hält an alter Tradition fest
Dank und Gedenken

Die Feuerwehr feierte am Montag in der Kreuzbergkirche ihren jährlichen Gedenkgottesdienst. Danach ging es zur weltlichen Feier ins Gerätehaus, begleitet von der Stadtkapelle. Bild: tu
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Pleystein
19.04.2017
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Seit über einem Jahrhundert sind das Kreuzheiligtum auf dem ehemaligen Schlossberg und die Feuerwehr Pleystein eng verbunden. Begründet wurde diese Partnerschaft wenige Monate nach dem verheerenden Großbrand vom 10. Juli 1901. Die damaligen Verantwortlichen der Wehr beschlossen am 21. August 1902, für die wiederaufgebaute Wallfahrtsstätte 1100 Mark für die Turmuhr zu stiften und eine Glocke zu beschaffen. Im Gegenzug versprachen die Augustinerpatres, jährlich ein heiliges Amt für die verstorbenen Feuerwehrleute zu zelebrieren.

Unter Leitung von Kommandant Markus Völkl zogen am Montag rund 60 Feuerwehrleute und einige Ehrengäste vom Marktplatz auf den Kreuzberg, angeführt von der Stadtkapelle. Zu Beginn des Dank- und Gedenkgottesdiensts würdigte Pater Reinhold Schmitt die vorbildlichen Dienste der Feuerwehr. Die Lesung trug Martin Zehent vor, die Fürbitten Karl Herrmann. Der Kirchenchor begleitete die Messe im mit rund 170 Gläubigen gefüllten Gotteshaus mit der "Missa Ad Praesepium" von Francesco Lorenzo Luciani. Mit der von der Feuerwehr 1907 für 600 Mark gespendeten Monstranz erteilte der Salesoblate den Segen.

Nach dem Gottesdienst marschierte die Parade vom Stadtweiher zum Feuerwehrhaus, wo in der ausgeräumten Fahrzeughalle der musikalische Frühschoppen über die Bühne ging. Unter Regie von Markus Schulz spielte die durch einige junge Instrumentalisten verstärkte Stadtkapelle zünftig mit böhmischer und bayerischer Blasmusik auf.
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