Feuerwehr Vöslesrieth will Rechtsstatus ändern
Wehr mit neuer Sirene

Vermischtes
Pleystein
05.04.2016
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Die Feuerwehr Vöslesrieth trägt sich mit dem Gedanken, ihren Rechtsstatus zu ändern. Aus haftungsrechtlichen Gründen soll aus der Wehr ein eingetragener Verein werden.

Vöslesrieth. Vorsitzender Josef Völkl unterbreitete in der Jahreshauptversammlung am Freitag im Hotel "Zottbachhaus" den anwesenden 22 Teilnehmern diesen Gedankengang. Damit würde künftig die Wehr bei haftungsrechtlichen Ansprüchen nur noch mit ihrem eigenen Vermögen haften, nicht mehr der Vorstand und letztlich alle Mitglieder.

Kommandant Gerald Stahl hatte statistische Zahlen parat. Demnach zählt die Wehr 54 Mitglieder, von denen 22, darunter eine Frau, aktiven Feuerwehrdienst leisten. Ausgerückt ist die Wehr zu drei Einsätzen für technische Hilfeleistungen. Für die Erhaltung der Einsatzbereitschaft wurden drei Übungen abgehalten. Darüber bereiteten die beiden Kommandanten sich auf die Einführung des Digitalfunks vor, um in den nächsten Monaten in das neue Funkzeitalter einzusteigen. Im vergangenen Jahr hatten die Vöslesriether zehn Schutzanzüge erhalten.

Heim herausgeputzt


Völkl legte den Jahresbericht vor, der an die Veranstaltungen der Wehr im Ortsteil, wie beispielsweise an das erfolgreiche Sommernachtsfest und an die Weihnachtsfeier vor der Dorfkapelle erinnerte. Neben diesen Terminen für die Dorfgemeinschaft hat die Feuerwehr ihr Feuerwehrheim "auf Vordermann" gebracht, und eine neue "alte" Sirene beschafft und mit Unterstützung der Stadt Pleystein auf einem Mast installiert.

Bürgermeister Rainer Rewitzer nannte die Berichte einen sichtbaren Beweis, dass in der "nur" kleinen Wehr viele Aufgaben und Tätigkeiten zu erfüllen waren. Dies wisse die Stadt zu honorieren und unterstütze die Wehr mit den entsprechenden Anschaffungen, wie aktuell beim Digitalfunk. "Die richtige Ausrüstung ist schlichtweg das Handwerkszeug, um anderen helfen zu können."

Völkl sprach die rechtliche Situation bei möglichen haftungsrechtlichen Ansprüchen gegenüber der Wehr an. Dies sei beim jetzigen Rechtsstatus nicht mehr überschaubar. Ebenso fehle momentan der Charakter der Gemeinnützigkeit.

Die haftungsrechtliche Seite lasse sich durch die Eintragung ins Vereinsregister klar regeln, berichtete Völkl. Als Verein mit dem Zusatz e. V. hafte der Verein nur mit seinem Vermögen. Grundlage für Änderungen des Rechtsstatus sei aber eine Anpassung der Satzung. Wegen der Komplexität der gesamten Thematik einigten sich die Mitglieder darauf, dies nochmals im Vorstand zu besprechen, um anschließend eventuell zu einer erneuten Versammlung einzuladen.

Restaurierung der Fahne und des FahnenbrautbandsAusführlich informierte Vorsitzender Josef Völkl über den schlechten Zustand der Feuerwehrfahne. Deshalb sei von einer Fachfirma ein Vorschlag zur Restaurierung ausgearbeitet worden. Bis ins kleinste Detail waren die einzelnen notwendigen Arbeiten beschrieben.

Im Vorstand bestand laut Josef Völkl Einigkeit über die Notwendigkeit der Erhaltungsarbeiten, die deshalb auch in Auftrag gegeben worden waren. 2300 Euro hat die Feuerwehr Vöslesrieth für die Restaurierung von Fahne und Fahnenbrautband ausgegeben, um der Nachwelt auf Dauer wieder ein Schmuckstück präsentieren zu können.

Exakt am Tag der Jahreshauptversammlung hatte Völkl den Anruf über die Fertigstellung der Ausbesserungsarbeiten erhalten. (bey)
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