Große Trauergemeinde verabschiedet sich von Dekan Monsignore Vladimir Born
„Beispielhafter Gottesmann“

Die Beerdigung von Vladimir Born auf dem Friedhof Primda leitete der emeritierte Bischof Frantisek Radkovský, ein Studienkollege des Verstorbenen. Bild: tu
Vermischtes
Pleystein
26.07.2016
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Pleystein/Bor/Primda. Welch hoher Wertschätzung sich der am 16. Juli nach kurzer, schwerer Krankheit in Pilsen verstorbene Dekan und Pfarrer von Bor (Haid), Monsignore Vladimir Born, bei der Bevölkerung diesseits und jenseits der Landesgrenze erfreut hatte, zeigte sich am Samstag bei der Trauerfeier für den Geistlichen. Die Dekanalkirche St. Nikolaus in Bor war brechend voll.

In das barocke Gotteshaus zogen der Bischof der Diözese Pilsen, Tomás Holub, dessen Vorgänger, der emeritierte Bischof Frantisek Radkovský, und acht Konzelebranten, darunter auch Pfarrer Georg Hartl aus Waidhaus, ein. Weitere 30 Geistliche saßen in den ersten Bankreihen, um in der Hauptkirche von Pfarrer Born, in der er seit seinem Amtsantritt in Bor 1979 unzählige Stunden verbrachte, Abschied zu nehmen.

Leichnam aufgebahrt


Der Leichnam war offen im Altarraum aufgebahrt. Bischof Holub bezeichnete den Verstorbenen in der Predigt "als einen beispielhaften Gottesmann, der unermüdlich sowie menschennah in der Seelsorge gewirkt hat, ein fleißiger Baumeister und Restaurator gewesen ist und der als grenzübergreifender Akteur Vorbildliches für die Völkerverständigung getan hat".

Dekan Born wurde am 1. Mai 1938 in Teplice in Nordböhmen geboren und hat 30 Jahre später im Veitsdom zu Prag die Priesterweihe empfangen. Das Pontifikalamt gestaltete der Kühn-Chor aus Prag mit Orchester mit. Zu den Trauerrednern gehörte BGR Pfarrer Siegfried Wölfel aus Friedenfels. Er stellte den erfolgreichen jahrzehntelangen Einsatz von Dekan Born als Brückenbauer nach dem Fall des Eisernen Vorhangs heraus. Wölfel erinnerte an gemeinsame Konferenzen, bei denen man sich kennen, schätzen gelernt und sich gegenseitig mit offenen Armen empfangen habe. "Monsignore Born war ein Mann mit Perspektiven, der auch während des Kommunismus treu zu seiner Kirche und zum Glauben stand."

Immense Verdienste


Ein Sprecher des Pfarrgemeinderats Bor stellte die Ziele von Pfarrer Born heraus. Dazu habe vor allem die Generalsanierung des Loreto-Heiligtums gehört. Für die Stadt Pleystein, seit 2003 offiziell Partnergemeinde von Bor, ließ Altbürgermeister Johann Walbrunn die immensen Verdienste des Verstorbenen bei der Pflege der freundschaftlichen Verbindungen Revue passieren. "Dekan Born war einer der Garanten, dass die Partnerschaft auch über den kirchlichen Bereich hinaus mit Leben erfüllt wurde. Wir haben von ihm vieles empfangen und durch seinen Tod vieles verloren."

Die Beerdigung fand im Anschluss an die Messe auf Wunsch des Verstorbenen in Primda (Pfraumberg) statt, wo Pfarrer Born in einem Grab neben dem Friedhofskreuz seine letzte Ruhe fand. Die Delegation aus Pleystein legte ein Blumengesteck an der Ruhestätte nieder.
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