Jagdgenossenschaft Spielhof erfüllt Abschussplan
„Jäger zielen nicht mit Absicht daneben“

Vermischtes
Pleystein
15.02.2016
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Seit dem Jahr 1959 hat Max Weig die Spielhofer Jagd gepachtet. Der jetzt 85-jährige Jagdpächter hat sich nun entschieden, die Aufgaben in Wald und Flur etwas zu delegieren. Beim Essen der Jagdgenossenschaft am Samstagabend im Hotel "Regina" gab er bekannt, dass er dem Lohminger Karl Hanauer einen Jagdbegehungsschein erteilt hat.

In seinem kurzen Bericht über das Jagdjahr informierte Weig die Jagdgenossen, dass der Abschussplan im vergangenen Jagdjahr eingehalten wurde. So seien plangemäß 13 Rehe erlegt worden, dazu drei Wildschweine und sechs Füchse. Auf die Frage Weigs an die Jagdgenossen, ob es irgendwelche Beschwerden gebe, rührte sich keine Hand. Dennoch wurde erneut von einer Jagdgenossin moniert, dass es noch immer zu viele Füchse gebe, die bis in die Nähe der Häuser kommen. Weig selbst beklagte, dass er beim schneebedeckten Boden in den Wäldern erneut Hundespuren entdeckt habe, ohne in deren Nähe aber Hinweise auf begleitende Personen gesehen zu haben.

Jagdvorsteher Johann Uschold berichtete, dass die eingegangene Pacht in Höhe von drei Euro pro Hektar in gleichem Umfang an die Jagdgenossen entsprechend ihrer im Jagdrevier liegenden Grundstücke weitergegeben werde. Der Anregung einen Betrag für die Spielhofer Kirche zu stiften, lehnte der Jagdvorsteher mit der Begründung ab, dass davon nicht alle Jagdgenossen profitieren. Die eingegangene Jagdpacht wurde aber auch noch für die Aktualisierung des Jagdkatasters verwendet, ergänzte der Jagdvorsteher.

Andreas Puff gab den Kassenbericht ab, der einen niedrigen Kassenbestand bedingt durch die regelmäßigen Auszahlungen der Jagdpacht, ausweist. Bürgermeister Rainer Rewitzer zeigte sich zufrieden, dass Karl Hanauer einen Jagdbegehungsschein erhalten habe, nachdem Reinhard Wittmann mit den sich daraus ergebenden Berechtigungen seit längerer Zeit krankheitsbedingt ausfällt.

Das Stadtoberhaupt dankte Jagdpächter Weig für die Hege und Pflege in Wald und Flur als Beitrag zur Erhaltung der bayerischen Kulturlandschaft. Er sei überzeugt, dass es für die Jäger oftmals nicht einfach sei, die Füchse zu bejagen, meinte Rewitzer zu den Vorhaltungen hinsichtlich der Fuchsplage. "Die Jäger zielen sicher nicht mit Absicht daneben."
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