Kinder und Eltern freuen sich über Bild der heiligen Elisabeth
"Macht die Menschen froh"

Schwester Monika Schulze mit ihrem Werk im Kindergarten St. Elisabeth. Das Bild zeigt die Barmherzigkeit der heiligen Elisabeth. Bild: tu
Vermischtes
Pleystein
07.10.2016
41
0

Die weiße Wand beim Verbindungsgang zwischen Kindertagesstätte und Kinderkrippe im Pleysteiner Elisabethenheim wollte Leiterin Schwester Maria Fuchs schon seit Längerem einer Verschönerungsmaßnahme unterziehen lassen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Sie hatte die Idee, besagte Fläche mit einem Bild von der heiligen Elisabeth (1207 bis 1231), der Schutzpatronin und Namensgeberin der Vorschuleinrichtung, bemalen zu lassen und hatte für die Realisierung auch eine Lösung parat. Im Orden der Armen Schulschwestern gibt es eine Künstlerin: Schwester Monika Schulze.

Sie ist im mittelfränkischen Hilpoltstein geboren, von Beruf, Erzieherin, arbeitete im Kindergarten sowie im Jugendbereich und viele Jahre in der Offenen Ganztagsschule in Niedermünster in Regensburg. Seit August gehört sie in Amberg dem dortigen Konvent der Kongregation, der auch in der Rosenquarzstadt seit 1842 eine Niederlassung unterhält, an.

Sie malte schon als Kind sehr gerne. Dieses Talent hat sie von ihrer Vater geerbt, der Maler war und gerne Landschaftsbilder auf die Leinwand zauberte. Die klösterliche Autodidaktin malte in der Vergangenheit bereits in ordenseigenen Stätten wie beispielsweise in Neunburg vorm Wald oder im Gymnasium am Unteren Anger in München, wo sich auch das Provinzhaus des Ordens befindet. Schwester Maria Fuchs holte sich für die Umsetzung ihrer Idee die Zustimmung von Stadtpfarrer Pater Hans Ring sowie Kirchenpfleger Hans Helgert ein. Auch Provinzoberin Schwester Charlotte Oertel gab dazu die Erlaubnis. Vor Kurzem kam Schwester Monika nach Pleystein ins Elisabethenheim. Sie und Schwester Maria überlegten gemeinsam, was auf jene Wand mit den Ausmaßen von zwei mal zwei Metern gemalt werden soll und was die Kernaussage von der heiligen Elisabeth ist, die auch für die Kinder verständlich sein soll.

Bekanntlich war Elisabeth von Thüringen Landgräfin, lebte auf der Wartburg bei Eisenach und hatte drei Kinder. Sie sah die Not der bedürftigen Menschen. Als ihr Mann, Landgraf Ludwig von Thüringen, im Krieg starb, verließ sie die Burg und ging zu den Armen, pflegte die Kranken. Nach dem Vorbild von Jesus tat sie die Werke der Barmherzigkeit, so die Legende. Die beiden Ordensschwestern einigten sich auf ein Motiv, das die Wartburg mit dem Kreuz und Elisabeth als junge Adelige zeigt, die Brot an bedürftige Kinder verteilt.

Als Leitsatz über dem Bild wurde ein Wort von Elisabeth "Macht die Menschen froh" gewählt. Schwester Monika schuf in eineinhalb Tagen mit Wandfarben ein Werk, das seit der Fertigstellung große Bewunderung bei den kleinen und großen Betrachtern auslöst.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.