Literarisches Symposion des Pleysteiner Kulturkreises
Nicht nur aktuelle Bücher im Blick

Vermischtes
Pleystein
25.11.2016
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Viele Buchempfehlungen gab es beim zweiten literarischen Symposion des Pleysteiner Kulturkreises. Vorsitzender Helmut Rewitzer freut sich über die rund 30 Gäste in der Stadtbücherei. Mit dem Scherzgedicht "Der Mann von fünfzig Jahren" von Hermann Hesse eröffnete er den Vorlesereigen.

Johannes Beugler von der Buchhandlung Rupprecht stellte mehrere Neuerscheinungen und Hörbücher vor. Nach einem Musikstück, vorgetragen von David Kirschsieper am Piano, und einer kurzen Pause las Rewitzer aus einem seiner Lieblingsbücher, "Das Dekameron" von Giovanni di Boccacio.

"Diese Novellensammlung ist das erste große Meisterwerk europäischer Erzählkunst", zitierte Rewitzer den Dichter Hesse. Mit der Geschichte "Vom Schlag der Nachtigall" sorgte er für viel Erheiterung im Auditorium. Nach einem weiteren Musikstück übernahm Bernhard Voit das Kommando. Er stellte das Buch "Der Kämpfer im Vatikan" von Andreas Englisch vor. Darin wird gezeigt, wie sich Papst Franziskus bemüht, Missstände, Prunk und überkommene Gepflogenheiten im Vatikan abzuschaffen und die Tugend der Demut stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Die Ausführungen Voits stimmten doch sehr nachdenklich, so dass nach einem Musikstück eine zweite kleine Pause angesagt war.

Im Striptease-Lokal


Der Abschluss wiederum war Rewitzer vorbehalten. Mit Blick auf den weihnachtlichen Gabentisch stellte er fest: "Es müssen nicht immer brandaktuelle Bestseller sein. Auch ältere Bücher sind nach wie vor lesenswert." Werbend stellte er den Roman "Der Name der Rose" von Umberto Eco vor. Dieses Werk könne als normaler Krimi, als hervorragend recherchierter historischer Kriminalroman und darüber hinaus als Einführung in die klassische Logik gelesen werden. "Eigentlich ein Muss." Außerdem präsentierte er den Erzählband "Platon im Striptease-Lokal - Parodien und Travestien", ebenfalls von Eco.
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