Miesbrunner bekommen Defibrilator
Retter am Schulhaus

Jürgen Sollfrank vom BRK stellte die Funktionsweise des Defibrilators vor. Dr. Hans Kirschsieper (sitzend , vordere Reihe, Zweiter von rechts) hatte die Idee, in den Ortsteilen der Großgemeinde ein derartiges lebensrettendes Gerät zu installieren. Bild: bey
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Pleystein
13.08.2016
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Am alten Schulhaus in Miesbrunn ist künftig frei zugänglich ein Defibrilator angebracht. Dafür haben sich mehrere Leute und Organisationen eingesetzt.

Miesbrunn. Die Idee in den größeren Ortsteilen der Großgemeinde ein derartiges Rettungsgerät bereitzustellen, stammt von Dr. Hans Kirschsieper. Die Kosten für den Defibrilator am alten Schulhaus finanzierte die Freie Wählergemeinschaft Pleystein mit den Sitzungsgeldern ihrer Stadtratsmitglieder.

Dr. Kirschsieper erinnerte, dass er zu seinem 65. Geburtstag keine große Feier veranstaltete, sondern um Spenden für einen Defibrilator bat. Mit den Spenden sei das Gerät für Lohma angeschafft worden, mit gesammelten Spenden das Hilfsgerät für Pleystein.

Jürgen Sollfrank vom Roten Kreuz sprach von einer "fast einmaligen Aktion", verschiedene Ortsteile mit einem Defibrilator auszustatten. Doch das beste Gerät könne nur dann funktionieren, wenn auch tatsächlich Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet würden. Es müsse aber beachtet werden, dass ein es grundsätzlich keine Herz-Lungen-Wiederbelebung ersetzen könne.

"Der Defibrilator arbeitet vollautomatisch. Kein Helfer braucht bei einem Einsatz zu Angst haben", betonte Sollfrank. Das Gerät sei vollkommen sicher, jeder Handgriff werde per Stimme vorgegeben. Der Defibrilator sei sozusagen "selbsterklärend". Gleichzeitig erkenne er jede Fehlerquelle. Um dies zu untermauern, simulierte der BRK-Mitarbeiter einen Einsatz. Es sei in jedem Fall ein gutes Gefühl, zu wissen, dass in dem Ortsteil ein Defibrilator vorhanden sei.

Ausführlich zeigte Sollfrank den vielen Mitgliedern der Wehr und Bewohnern des Ortsteiles die Funktionsweise des Geräts. Es wies zudem darauf hin, den Defibrilator bei Personen unter 15 Kilogramm Gewicht nicht zu verwenden.

Bürgermeister Rainer Rewitzer dankte für die großzügige Spende. Zudem hob er hervor, dass die Miesbrunner Wehr die Wartung übernehme. Es müsse das Bestreben sein, auch noch weitere Ortsteile mit größeren Einwohnerzahlen mit einem Defibrilator auszustatten.

Der Defibrilator arbeitet vollautomatisch. Kein Helfer braucht bei einem Einsatz Angst zu haben.Jürgen Sollfrank vom Roten Kreuz
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