Pleystein kämpft mit demografischer Entwicklung
Weniger Bürger, mehr Leerstand

Vermischtes
Pleystein
18.08.2016
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Einblicke in die Entwicklung der Stadt Pleystein gibt die kommunale Statistik des Bayerischen Landesamtes für Statistik, München, bezogen auf das Jahr 2014. Bürgermeister Rainer Rewitzer zeigte sich mit den vielen Zahlen zum Großteil zufrieden. "Sorgen bereiten in erster Linie die demografische Entwicklung, wobei es ein schlechter Trost ist, dass die Lage in den Nachbargemeinden nicht besser ist, die steigende Zahl der leerstehenden Häuser und die Situation im Tourismusbereich", sagte das Stadtoberhaupt.

Einwohnerzahl schwankt


Die Gemeinde hatte am 27. Mai 1970 2788 Einwohner. 2013 waren es 2428. Bezogen auf den Zeitraum von 1840 bis 2011 war eigentlich nur 1950 ein Ausreißer nach oben mit 3184 Einwohnern zu verzeichnen, zurückzuführen auf die Flüchtlinge und Heimatvertriebenen nach Kriegsende 1945. Von den 2428 Bürgern am 31. Dezember 2013 sind 1221 Mädchen und Frauen.

Die Altersklassen betreffend waren 93 unter sechs Jahren, 186 sechs bis 15 Jahre, 95 sind 15 bis 18 Jahre, 204 sind 18 bis 25 Jahre, 135 sind im Alter 25 bis 30 Jahre, 230 30 bis 40 Jahre, 362 40 bis 50 Jahre, 561 50 bis 65 Jahre und 560 65 und mehr Jahre. 1960 sind 61 Geburten aufgelistet, 1990 34 und 2013 sind es 10. Demgegenüber stehen die Verstorbenen mit 35 (1960), 32 (1990) und 37 (2013). Zuzüge gab es 1960 159, 1990 94 und 2013 99. Wegzüge gab es im Jahr 1960 131, 1990 waren es 69 und 2013 zählte man 76.

Sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmer gab es 2009 655. 2013 waren es 719, davon 469 männlich und 250 weiblich. Im produzierenden Gewerbe waren 465 beschäftigt, im Handel und Verkehr sowie Gastgewerbe 86, als Unternehmensdienstleister 21, öffentliche und private Dienstleister 144. Der Pendlersaldo betrug in 2008 minus 185, in 2013 minus 174.

Die Gemeindefinanzen seit 2009: Die Bruttoausgaben betrugen 2009 5,4 Millionen, 2013 waren es 4,9 Millionen Euro. Darunter waren die Personalausgaben mit 790 000 Euro in 2009 und 808 000 Euro in 2013, die Sachinvestitionen in 2009 mit 1,4 Millionen und in 2013 mit 1,06 Millionen Euro. Die Steuereinnahmen der Gemeinde betrugen 2009 1,07 Millionen Euro, 2013 1,4 Millionen Euro. Maßgeblichen Anteil an dieser positiven Entwicklung hatte hier die Gewerbesteuer (netto) mit 190 000 Euro in 2009 und 354 000 Euro in 2013. Die Verschuldung betrug in 2009 2,953 Millionen Euro, 2013 waren es 3,967 Millionen Euro.

Große Einbußen


Lohn- und Einkommenssteuerpflichtige gab es 1995 873 Personen und 2010 1164 mit Einkünften von 21 995 Euro beziehungsweise 28 736 Euro. An Wohngebäuden existierten in 1995 681 Häuser, in 2013 731, davon 461 mit einer Wohnung, 211 mit zwei Wohnungen und 59 mit drei oder mehr Wohnungen. Baugenehmigungen zur Errichtung neuer Gebäude wurden 1995 10 erteilt, 2013 waren es 3.

Beträchtliche Einbußen weist die Fremdenverkehrsbilanz bei den Gästeankünften und Gästeübernachtungen aus. Bei der Kindertageseinrichtung gab es 2009 63 betreute Kinde. 2014 waren es 62. Der Personalstand stieg von sechs auf neun Beschäftigte. Im Pflegeheim mit 70 verfügbaren Plätzen waren 2012 auch 70 Personen untergebracht.
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